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Kriegsschrecken müssen mahnen

Erinnerung 100 Jahre nach dem Kriegsende gibt es verschiedene Veranstaltungen

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Die Erinnerung an die Schrecken des Ersten Weltkrieges wird in Lichtenstein groß geschrieben. Am vergangenen Sonntag gab es zum 100. Jubiläum des Kriegsendes eine Gedenkveranstaltung im Daetz-Centrum und am kommenden Sonntag findet anlässlich des Volkstrauertages eines Stadtführung auf den Spuren des Ersten Weltkrieges in Lichtenstein statt.

Treffpunkt ist 15 Uhr am Daetz-Centrum. "Auf dem Weg werden nicht nur die beiden Kriegerdenkmäler besucht. Auch andere Orte, die man vordergründig nicht mit dem Krieg in Verbindung bringt, die es aber ohne ihn nicht geben würde, werden gezeigt und ihre Geschichten erzählt", erklärt Anne-Sophie Berner, Leiterin des Stadtmuseums. Die Stadtführung gehört zum Rahmenprogramm der Sonderausstellung "Wenn aus Helden Opfer werden - 100 Jahre Erster Weltkrieg", die derzeit im Daetz-Centrum zu sehen ist.

Einblick in persönliche Briefe

Geöffnet ist von Freitag bis Sonntag, jeweils 10 bis 17 Uhr. Bei der Gedenkveranstaltung am vergangenen Sonntag wurde unter anderem das Buch "Überlebe ich, so schreibe ich weiter - Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg" vorgestellt, das von Eva Prase, Stephan Lorenz und Matthias Zwarg im Chemnitzer Verlag herausgegeben wurde. Darin wurden Brief veröffentlicht die Leser der "Freien Presse" nach einem Aufruf zur Verfügung gestellt hatten. Stephan Lorenz betonte, dass ich auch heute wieder Entwicklungen zeigen, wie sie im Vorfeld des Ersten Weltkrieges den Weg zur "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" geebnet hatten.

Die Absurditäten des Kriegs

Das Auseinanderdriften der Völker und eine Verrohung der Sprache habe es auch damals gegeben. Alte Bündnisse zerfielen, Menschen waren verunsichert und zogen wenig später begeistert ihn den Krieg, der insgesamt mehr als 15 Millionen Menschen tötete. "Im Krieg ist der kleine Mann immer der Dumme" warnte Lorenz, der genau wie seine Mitstreiter sehr beeindruckt von den Soldatenbriefen war, die ein ungeschöntes Bild vom Schrecken in den Schützengräben zeichnen.

Das Buch "Überlebe ich, so schreibe ich weiter - Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg" ist in den Geschäftsstellen von "Blick" und "Freie Presse" erhältlich. Der Callenberger Künslter Klaus Kux stellte seine vielseitige Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg vor, die auch im Internet unter www.kux-art.de zu finden ist.



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