Krimi im Spitzenspiel: HC-Team verpasst Aufstieg knapp

Handball Ergebnis von zeitgleichem Spiel bringt Entscheidung

Glauchau. 

Glauchau. Kurz nach der Schlusssirene begann das lange Warten. Der HC Glauchau/Meerane hat sein Heimspiel am letzten Spieltag der Saison mit 32:23 (18:11) gegen den EHV Aue II gewonnen. Die Frage, was der Erfolg wert ist, konnte aber erst nach dem Abpfiff der Partie zwischen Koweg Görlitz und dem LHV Hoyerswerda beantwortet werden. Dort mussten, als die Partie in der Sachsenlandhalle in Glauchau beendet war, noch acht Minuten absolviert werden.

EHV Aue II: Aufstieg trotz Niederlage

Hallensprecher Michael Milde versorgte die Zuschauer mit den Zwischenständen, Spieler und Fans schauten immer wieder auf das Handy. Nach einer (langen) Zitterpartie stand fest, dass Koweg Görlitz gegen den LHV Hoyerswerda mit 22:23 (10:10) verloren hat. Damit durfte sich der EHV Aue II - nach einem echten Krimi am letzten Spieltag - über den Titel und den Aufstieg freuen. Das Team des HC Glauchau/Meerane landete auf dem zweiten Platz, Görlitz wurde Dritter.

Spitzenspiel als Zuschauermagnet

"Die Mannschaft hat heute noch einmal ein richtig gutes Spiel gezeigt. Schade, dass sie sich dafür nicht mit dem Aufstieg belohnen konnte", sagte HC-Vereinschef Frank Blauhut kurz nach der Partie. Das Duell erwies sich als Zuschauermagnet: 428 Besucher verfolgten das Spitzenspiel in der Sachsenlandhalle. Sie sahen einen starken Auftritt der Hausherren, die sich durch starke Paraden von Torhüter Ludek Kylisek und einer hohen Konzentration in der Offensive eine komfortable Führung erspielen konnten. Franz Schmidt und Sebastian Poppitz trugen sich jeweils sechsmal in die Torschützenliste ein. Mitte der zweiten Halbzeit musste David Kylisek nach seiner dritten Zeitstrafe mit einer Roten Karte das Spielfeld verlassen. Dadurch kam ein Bruch in die HC-Offensivaktionen und wurde möglicherweise ein deutlicherer Heimsieg verpasst.