Kriminalität, Mafia und eine Todesliste in Zwickau

Literatur Kriminalroman spielt in der Muldestadt

Zwickau. 

Zwickau. Es geht um organisierte Kriminalität, Mafia und eine Todesliste. Und das nicht irgendwo, sondern im beschaulichen Zwickau. Freizeitschriftsteller Ralf Groh hat seine Heimatstadt als Haupthandlungsort für seinen Kriminalroman "Gefährliches Erbe - Jürgens' letzter Fall?" ausgewählt.

"Ich kenne die Stadt, die Leute und ihre Mentalität. Daher erschien es mir logisch, die Handlung hier anzusiedeln", sagte er. Die von ihm verwendeten Straßenamen wird man im Stadtplan allerdings vergeblich suchen. "Um nicht aus Versehen jemanden auf die Füße zu treten, habe ich sicherheitshalber fiktive Straßenamen und andere Bezeichnungen gewählt."

Einige Figuren finden ihren Ursprung im Freundes- und Bekanntenkreis

Gänzlich aus der Luft gegriffen ist das, was Ralf Groh zu Papier gebracht hat, jedoch nicht. Einige Charakteren seiner Figuren hat er sich im Freundes- und Bekanntenkreis abgeschaut, sie im Buch aber künstlerisch überzogen und verändert dargestellt. Trotzdem sind etliche Randepisoden des Krimis sehr realitätsnah.

Denn der 59-Jährige ist Vorsitzender des Vereins für Sozialarbeit und Sport, der das Zwickauer Sozialkaufhaus in der Bosestraße betreibt. Menschliche Schicksale, mit denen er bei seiner dortigen Arbeit fast tagtäglich konfrontiert wird, hat er in sein Buch einfließen lassen. Der Krimi ist sein Erstlingswerk. Ob es eine Fortsetzung gibt, bleibt abzuwarten. "Einerseits brauche ich dafür die nötige Zeit. Genauso wichtig ist mir aber, dass es auch Leute gibt, die das lesen", sagte Ralf Groh.