Kritik und Faszination am Maifeuer

Walpurgisnacht Gebühren sollen Hexenfeuer überschaubar halten

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"Hexenfeuer" lodern am Sonntag wieder, sogren aber auch für Kritik. Foto: Markus Pfeifer/ Archiv

Oberlungwitz. Menschenmassen, die fasziniert lodernde Flammen beobachten und dazu Bier und Bratwurst genießen, wird es am Sonntag wieder vielerorts geben. Die "Hexenfeuer" in der Walpurgisnacht sind eine Tradition, und in diesem Jahr werden sie auch herbeigesehnt, um die kühlen Temperaturen endlich zu vertreiben. Neben vielen kleinen privaten gibt es in allen Orten auch größere zentrale Feuer, oftmals organisiert von Vereinen oder den Feuerwehren.

Mit Sorgfalt anzünden, um Schaden zu vermeiden

Doch das feurige Vergnügen sorgt auch für Kritik. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Sachsen weist darauf hin, dass die Feinstaubbelastung durch die Feuer deutlich ansteigt. Wirklich problematisch wird es für Mensch und Natur, wenn behandeltes Holz oder gar Unrat verbrannt werden.

Zumindest sollten die Verantwortlichen für die Feuer beachten, dass das Holz kurz vor dem Entzünden noch einmal umgeschichtet wird. Denn ansonsten könnte es sein, dass sich Kleintiere darin verstecken und dann qualvoll in den Flammen sterben.

Kommunen erheben unterschiedliche Gebühren

Die Gebühren für die Anmeldung der Feuer liegt in der Region zwischen 7,50 Euro und 50 Euro. Einige Kommunen versuchen, mit höheren Beträgen die Zahl der Feuer überschaubar zu halten. So gibt es in Oberlungwitz beispielsweise nur eine einstellige Zahl gemeldeter Feuer, während es in der Nachbarstadt Hohenstein-Ernstthal über 100 werden dürften.