"Kümmerer" unterstützen die älteren Mieter

Hilfsprojekt Christiane Grünert und Elke Müller übernehmen viele Aufgaben

kuemmerer-unterstuetzen-die-aelteren-mieter
Christiane Grünert (links) und Elke Müller kümmern sich um Mieter der Crimmitschauer Wohnungsgenossenschaft. Foto: Thomas Michel  Foto: Thomas Michel

Crimmitschau. Christiane Grünert und Elke Müller haben sich zu ganz wichtigen Ansprechpartnern für die älteren Mieter der Wohnungsgenossenschaft Crimmitschau (WGC) entwickelt. Sie begleiten die Senioren zu Arztterminen, übernehmen Einkäufe und helfen bei Reinigungsarbeiten.

So können Mieter länger zu Hause wohnen

Das Serviceangebot wird momentan von rund 40 Mietern genutzt. "Die Mieter können durch die Unterstützung länger in den eigenen vier Wänden wohnen", sagt WGC-Geschäftsführer Bodo Schulze zur Unterstützung der beiden "Kümmerer". Der Großvermieter setzt bereits seit 2006 auf den Einsatz eines eigenen Sozialdienstes.

"Viele alltägliche Dinge fallen älteren Menschen einfach schwerer", sagt Christiane Grünert. Die gelernte Krankenschwester arbeitet seit sechs Jahren für den Großvermieter. Seit drei Jahren bekommt sie Unterstützung von Elke Müller.

Ansprechpartner in allen Situationen

Die 59-Jährige war früher in der Textilbranche tätig. Einen Teil der Termine stimmen Mieter und die "Kümmerer" schon langfristig ab. Das ist aber nicht in allen Fällen möglich. "Wenn jemand kurzfristig ins Krankenhaus muss und dort noch Kleidung oder Unterlagen benötigt, werden wir angerufen", nennt Elke Müller ein Beispiel. Sie und ihre Kollegin helfen aber auch, wenn mal eine TV-Fernbedienung ihren Geist aufgegeben hat oder das Telefon streikt. Bei anstehenden Reparaturen übernehmen sie auch den Anruf bei den WGC-Hausmeistern. "Wir werden immer wieder mit neuen Situationen konfrontiert", sagt Grünert.

Dankbarkeit und Vertrauen werden entgegengebracht

Ein Vorteil für beide Seiten ist die personelle Kontinuität im Sozialdienst der Wohnungsgenossenschaft. Die Senioren kennen ihre Ansprechpartner. Die "Kümmerer" sind oftmals die einzige Bezugsperson für alleinstehende Mieter, die keine Verwandten in der Region haben. Grünert: "Die Leute sind dankbar, vertrauen uns auch viele persönliche Dinge an."