Künstler geben Antwort auf die "Weltunordnung"

Kunst Zwickau zeigt neue Ausstellungen in Domhofgalerie

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Regina Franke mit einer ihrer Arbeiten. Foto: msz/Alfredo Randazzo

Zwickau. In der Galerie am Domhof in Zwickau sind derzeit die Ergebnisse des Internationalen Grafiksymposiums des Kunstvereins Zwickau Zebra 6 zu sehen, dieses fand vom 22. bis 31. August 2016 unter dem Rahmenthema "Es gibt nichts, was uns nichts angeht" (Heinrich Böll) in der Galerie statt.

"Wo die Freiheit bedroht ist, ist die Sprache bedroht und umgekehrt." Diese Worte von Heinrich Böll treffen gleichermaßen auf die bildenden Künste zu wie auf die Kultur insgesamt, so dass die Entscheidung der Organisatoren, dem Grafiksymposium 2016 ein Böll-Zitat voranzustellen, eine gute Entscheidung war.

Eine Antwort auf die "Weltunordnung"

Zehn Künstler aus Kirgisistan, der Schweiz, China und aus Deutschland stellten sich bei Zebra 6 der Herausforderung, auf die "Weltunordnung" bildnerisch zu antworten: Gerhard Bachmann, Patrick Fauck, Tanja Fender, Regina Franke, Annette Fritzsch, Karin Hilbers, Christin Karbaum, Li Feng, Anne Sevenich und Susanne Theumer. Die Ausstellung kann bis zum 28. Januar 2018 besichtigt werden.

Zeitgleich ist im Kabinett der Galerie eine Exposition von Susanne Freyberger unter dem Titel "Heimat" zu sehen. Die Künstlerin erhielt besondere Impulse für ihr berufliches Leben durch den Zwickauer Maler Edgar Klier und während ihrer Zeit als Assistentin des Malers Jörg Immendorff.

Ihre in der Galerie am Domhof präsentierten Arbeiten beschäftigen sich einerseits mit dem Bedürfnis nach Nähe, Wärme und Geborgenheit, andererseits mit den Themen Flucht, Abenteuerlust und der Sehnsucht nach Ferne in Bezug zum Lebenssinn. Das in Material und Technik breit aufgestellte Oeuvre soll die Reflektion der eigenen Lebensdokumentation unterstützen.