Kulissen für die Welt am Abgrund

Vorgestellt Hannes Hartmann entwirft Bühnenbilder und Kostüme beim Ballett

Hannes Hartmann heißt der Mann, der für das Agentenspektakel "Die Welt am Abgrund" und einige andere Ballett-Inszenierungen der hiesigen Tanzkompanie des Theaters Plauen-Zwickau das Bühnenbild beisteuerte. Dass sie nicht miteinander verwandt sind, das stellte der Zwickauer Ballettmeister Thomas Hartmann gleich zu Beginn der Veranstaltung "Tanz +" klar, bei der der Bühnenbildner Hannes Hartmann dem Zwickauer Publikum vorgestellt wurde. Hannes Hartmann (Jahrgang 1972) ist seit 2009 Ausstattungsleiter am Schauspiel Stuttgart und arbeitet seit vielen Jahren mit dem Ballettdirektor des Theaters Plauen-Zwickau Torsten Händler zusammen. "Im Schauspiel wird manchmal eine Woche oder sogar drei Tage vor der Premiere alles neu gemacht - das Bühnenbild, die Kostüme", berichtet der gebürtige Wiener, der auch als Ausstatter für Kinoproduktionen arbeitet. An dem Model zum "Cinderella"-Bühnenbild erklärte er wie so ein Entwurf in der Proportion 1:25 entsteht. "Im Ballett müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden, weil das Bühnenbild genau wie die Musik enorm wichtig für die Choreografie ist. Es muss den Tänzern genügend Raum zum Tanzen lassen und es darf sie dabei nicht hindern", sagt er. "Ich habe relativ konkrete Vorstellungen von Bühnenbild und werde doch von Hannes' Lösungen immer wieder überrascht", sagt Händler. Zum ersten Mal 1999 an der Berliner Staatsoper zusammengearbeitet, haben die beiden seitdem "sehr, sehr viel zusammen gemacht". Auch in Chemnitz, wo Händler Ballett-Direktor war, bevor er nach Zwickau kam. Zurzeit arbeiten die beiden an dem Tanzstück "Tristan /Isolde", das am Freitag im Gewandhaus uraufgeführt wird. Es wird wie "Die Welt am Abgrund" auf der Hinterbühne in unmittelbarer Nähe des Publikums spielen.