Kunst für die Hochzeitstorte

Leidenschaft Junge Künstlerin fertigte bisher rund 1000 Figürchen

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Constanze Woidschützke liebt die Arbeit rund um ihre kleinen Figuren. Foto: abu

Kändler. Es müssen um die 1000 Figuren sein, die Constanze Woidschützke in den letzten fünf Jahren gefertigt hat. Genau zählen kann es die junge Frau aus Kändler nicht mehr: "Es ging los mit Brautpaaren, und diese sind heute noch bestimmend - von der Menge her; aber auch, weil ich sie am liebsten forme."

"Formen" ist ohnehin das Zauberwort: Unter ihren künstlerisch-geschickten Händen entstehen personalisierte Tortenfiguren, die als dauerhaftes Accessoire an die großen Momente im Leben erinnern sollen. "Ich hatte schon Paare im Feuerwehr-Look, als Taucher, mit Pferden oder Motorrädern", schmunzelt sie.

"Die größte Herausforderung aber war ein Bräutigam, der seine Liebste auf Händen trägt - da habe ich schon die Luft angehalten, als ich die beiden in den Ofen schob." Ihre Fans lieben es, wie sie auch kleinste Details originalgetreu formt: Frisuren, Kleider, Schmuck...

Dieser Aufwand war es wohl auch, der ihr einen Brief aus dem britischen Königshaus beschert hat: "Als die Queen im letzten Jahr 90 wurde, habe ich ihr ihr Abbild - im Outfit der offiziellen Feier - in den Buckingham Palace geschickt. Im Sommer kam dann ein Dankesschreiben - ein 'Ritterschlag', wenn man so will."

Constanze Woidschützke möchte ihre Leidenschaft gern weiter vervollkommnen - wenn es die Gesundheit zulässt und auch alles andere passt: "Wir werden sehen, was die Zukunft bringt", meint sie nur. Unabhängig von den zarten Figürchen mit den freundlich-lächelnden Gesichtern liebt sie es, Motivtorten mit Fondant zu überziehen oder in Acryltechnik abstrakt zu malen. Mit allen ihren Passionen hat sie schon an Ausstellungen teilgenommen und vordere Plätze bei Wertungen erzielt.

Und sonst, wenn sie mal nicht formt oder malt? "Ganz ehrlich - dann lese ich auch sehr gern und viel."