Kurioses aus der Unterwelt füllt die Vitrinen

Ausstellung Jörg Brückner zeigt Fundstücke aus historischem Brunnen

Werdau. 

Werdau. Kuriositäten aus der Unterwelt werden seit wenigen Tagen in den Vitrinen im Rathaus in Werdau gezeigt. Sie stammen von Jörg Brückner. Der Wahl-Werdauer staunte nicht schlecht, als er 2011 auf seinem neu erworbenen Grundstück einen vergrabenen und historischen Brunnen entdeckte. Eine alte Zeichnung des Voreigentümers und das Absacken eines Weges hatten den geschichtsinteressierten Werkzeugmacher auf die Spur gebracht.

Die Neugierde ließ ihm dann keine andere Möglichkeit, als das gesamte Bauwerk - in einer mühevollen Kleinarbeit - Zentimeter für Zentimeter freizulegen. "Über sechs Monate hinweg wurden schließlich aus neun Metern Tiefe insgesamt 10 Tonnen Aushub, 250 Kilogramm Eisenschrott, 300 Kilogramm Glasscherben sowie unzählige andere Dinge ans Tageslicht befördert", sagt Jörg Brückner. Auf dem Grund des Brunnens waren dann auch die technischen Möglichkeiten an der Grenze der Möglichkeiten angelangt.

 

Neun Meter Tiefe erreicht

Bei einem Durchmesser von gerade mal einem Meter und dem Fund großer Steine, die wahrscheinlich aus der ehemaligen Stadtmauer stammten, war der Bewegungsradius stark eingeschränkt. Das Ziel bei sagenhaften neun Metern Tiefe war erreicht, Schicht für Schicht die Fundstücke dokumentiert.

Alle Erfahrungswerte der Ausgrabungen wurden zudem mit Hans-Jürgen Beier, Leiter des Werdauer Stadt- und Dampfmaschinenmuseums, abgestimmt. Einen Teil der Alltagsgegenstände und Kuriositäten aus dem vergangenen Jahrhundert werden nun seit wenigen Tagen in den Vitrinen des Rathauses zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung gezeigt.