Ländliche Regionen im Blick: Gespräch mit Kretschmer

Gespräch ZDF-Länderspiegel zeichnete realistisches Bild von der Stadt an der Mulde

Zwickau. 

Zwickau. Bei der wirtschaftlichen Entwicklung Sachsens will Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) auch künftig nicht nur die so genannten Leuchttürme in den Städten, sondern auch die ländlichen Regionen des Freistaats im Blick haben, versicherte er am Samstag auf dem Zwickauer Hauptmarkt im Gespräch mit ZDF-Länderspiegel-Moderatorin Yve Fehring.

 

"Da braucht sich keiner über die Wahlergebnisse wundern"

Zahlreiche Besucher waren gekommen und hingen dem Landeschef buchstäblich an den Lippen. Manche Blicke zeugten von Hoffnung aber wenig Vertrauen. Hannes Winkler (53, parteilos) meinte: "Es ist kurz vor den Wahlen, da wird das Blaue vom Himmel herunter versprochen. Im Verlauf der nächsten vier Jahre merkst du dann aber leider nicht mehr viel davon. Da braucht sich keiner über die Wahlergebnisse wundern!" Einige der Umstehenden stimmten kopfnickend zu. Kein Wunder, dass Kretzschmer fast gleichzeitig auch Stellung zum Rechtsextremismus bezog: "Dieser ist in Sachsen und in ganz Deutschland ein großes Problem. Die Demokratie muss aus der Mitte der Gesellschaft verteidigt werden."

 

"Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein"

Einige Gäste waren auch aus dem Erzgebirge angereist und erklärten: "Das Erzgebirge ist ein idyllischer Landstrich unweit der tschechischen Grenze. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Doch wenn man genauer hinschaut bemerkt man, dass die Region unter der Abwanderung junger qualifizierter Menschen leidet. Das Gefühl, abgehängt zu sein, führt bei vielen zu Frust. Viele der umstehenden Zwickauer widersprachen allerdings: "Wenn man auf unsere Stadt blickt, bemerkt man schon deutlich, dass sich hier einiges getan hat und wir viel erreicht haben!"

Nach Sendeschluss sparten viele der Anwesenden nicht mit Komplimenten: "Bravo, eine schöne Sendung, sie zeigte ein realistisches Bild von unserer Stadt."