Lauchhammer-Kunstwerke kehren als Kopie zurück

Sehenswert Bei einem Spaziergang im Park können die Skulpturen wieder bewundert werden

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Der "Einschenkende Satyr" ist jetzt wieder auf dem früheren Konzertplatz des Schlosses zu sehen. Foto:abu

Limbach-Oberfrohna/Wolkenburg . Im Schloss, der St. Mauritius-Kirche und der alten Kirche von Wolkenburg an der Zwickauer Mulde kann man eine einzigartige Sammlung von frühen Lauchhammer-Eisenkunstguss-Figuren bewundern. Bis in die 1990er Jahre waren auch Kunstwerke im Park zu sehen, bis der Förderverein auf Grund von Diebstählen die Originale ins Schloss verlegte.

Die Kunstwerke sind bald wieder draußen zu bewundern:

"Die Ermittlungen hatten nichts erbracht, und wir wollten die weiteren Werke vor Vandalismus schützen", erinnert sich Ortsvorsteher Reinhard Iser. Bis auf den "Apoll von Belvedere", der seit gut zehn Jahren wieder im Park steht, war die romantische Grünanlage lange leer. Seit kurzem kann man auf dem früheren Konzertplatz nun eine Kopie des "Einschenkenden Satyr" bestaunen, nahe des Mühlenweges steht ein neues Exemplar der "Vase". Nicht mehr lange, dann sollen sich dazu noch der "Kandelaber" und die "Büste der Sedonie" gesellen.

Wieso sind die Figuren überhaupt in Mittelsachsen zu finden?

Ursache für die Figuren ist Detlev Carl Graf von Einsiedel. Der Wirtschaftsexperte aus Wolkenburg erbte nämlich am 26. Juli 1776 den gesamten Besitz seiner Patentante, die sich von einer Hofdame zu einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen ihrer Zeit entwickelt hatte. Dazu gehörte auch die Grundherrschaft Mückenberg (heute: Lauchhammer) und deren kleines Eisenwerk.