Lego-Programmierer tüfteln um die Wette

Event First Lego League an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau

Foto: Ralph Koehler/propicture

Zwickau. Bereits zum neunten Mal wurde am Samstag der Regionalwettbewerb der First Lego League an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau (WHZ) ausgetragen. Angetreten waren etwa 80 Schüler in neun Teams von sechs verschiedenen Schulen aus der Region und darüber hinaus.

Nachdem im Herbst 2016 die Aufgaben rund um den Schwerpunkt "Animal Allies - Beziehungen zwischen Mensch und Tier erforschen" - verkündet wurden, hatten die Schüler bis zum Wettbewerbstag Zeit, diese zu bearbeiten. Das Bildungsprogramm FLL besteht aus mehreren Elementen. Im Forschungsteil entwerfen die Teams innovative Ideen, wie sie sich die Beziehungen zwischen Mensch und Tier in Zukunft vorstellen. Die Ergebnisse dieser Forschungs- und Recherchearbeit sollen möglichst kreativ vorgetragen werden.

Die Teams in Zwickau vermitteln diese in Form eines Rollenspiels, eines Videos, welches während der Bearbeitung des Themas entstand oder in Form einer Präsentation vor der Jury. Dabei war auch in diesem Jahr die Jury wieder mit hochrangigen Mitgliedern rund um das Themengebiet besetzt.

Im Theorie- und Praxistest

Zur Jury zählten der Leiter Staatsforstbetrieb - Sachsenforst, Bernd Härtel, der mit präzisen Fragen die Teams forderte. Ebenso mussten die Teams auf die forschungsorientierten Fragen des Prorektors Forschung der Westsächsischen Hochschule Zwickau, Professor Busch, eine Antwort parat haben.

Im praktischen Teil des Wettbewerbs, dem Robot Game, konstruierten alle Teams aus Sensoren, Motoren und den beliebten Lego-Steinen einen Roboter. Weiterhin flossen in die Gesamtwertung der Teams auch die Symbiose aus Robot Design und Programmierung der Roboter sowie die Kreativität der Aufgabenbewältigung ein. Bei einem weiteren Schwerpunkt wurde mit den Teams ein bis dahin geheim gehaltenes Teamspiel durchgeführt, bei dem der Teamgeist auf die Probe gestellt werden sollte.

"Robymotten" stauben ab

Sehr gut in allen Disziplinen zeigte sich das Team der "Robymotten" des Julius-Motteler-Gymnasium Crimmitschau, welches aufgrund der Gesamtpunktzahl den FLL Champion Pokal mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem "GPS Junior Team" der Jenaplanschule Markersbach erhielt. Das beste Robot-Design und damit den innovativsten und robustesten Roboter zeigte das Team "Kelleringenieure" des Gymnasiums Werdau, die insbesondere mit ihrer ausgeklügelten Programmierung punkten konnten.

Der Pokal für die beste Forschungspräsentation ging in diesem Jahr erneut an das "Juniorteam Crimmotten" des Julius Motteler Gymnasium Crimmitschau, welche mit ihrer Idee, eine praktische und umsetzbare Lösung für das identifizierte Problem lieferten. Im Teamspiel gewann das Team "GPS Robots by ERZ" der Jenaplanschule Markersbach und zeigte damit, dass es die größte Begeisterung, den besten Sportsgeist und außergewöhnlichen Respekt für die eigenen Teammitglieder besitzt.

Das Robot Game entschieden die Gäste aus Böhmen in einem spannenden Finale für sich. Das "Libusina Team" der Základní škola jazyků Karlovy Vary hatte dabei nicht nur die lautesten Anfeuerungsrufe, sondern auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Den Sonderpreis der Jury erhielten die "Schillerbots" vom Schiller-Gymnasium Hof, die trotz aller Widrigkeiten im Rahmen der Vorbereitungen auf den Wettkampf angetreten sind und dennoch eine starke Leistung lieferten. Der Wettbewerb kombiniert den Spaß an Technik und Wissenschaft mit der spannenden Atmosphäre eines Sportevents.