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Letzte Ruhe unter alten Buchen finden

Waldfriedhof Seit dem 1. Juni gibt es im Landkreis Zwickau eine Alternative für Urnenbeisetzungen

Nicht jeder kann sich mit dem Gedanken anfreunden, seine letzte Ruhe einmal in einer Gräberreihe auf einem üblichen Friedhof zu finden. Seit 1. Juni gibt es im Landkreis Zwickau zumindest für Urnenbeisetzungen eine Alternative: den familiengeführten Waldfriedhof Zwickauer Land in Mülsen.

Auf einer Fläche von rund vier Hektar stehen annähernd 300 Bestattungsbäume. "Der Bestand ist etwa 100 Jahre alt und insgesamt sehr gut strukturiert. Für die Bestattungsplätze sind von uns vornehmlich altehrwürdige Buchen ausgewählt worden. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass diese Baumart sehr standhaft und weniger anfällig gegen Stürme ist, als beispielsweise Nadelbäume", erklärt Friedhofsbetreiber Franz Rotenhan. Der Waldfriedhof Zwickauer Land bietet noch weitere mögliche Grabstätten.

Orientierung anhand der Baumnummer

So etwa auf einem Eibenfeld oder an einem der sieben Findlinge, die extra auf das Gelände gebracht wurde. Im herkömmlichen Sinne angelegt Gräber gibt es auf dem Waldfriedhof nicht. Die Urne wird nach der Beisetzung mit Walderde bedeckt. Am Baum selbst wird ein Schild mit Namen, Geburts- und Sterbedatum des Beigesetzten angebracht. Anhand der Baumnummer, die im Baumregister erfasst ist, kann der Baum jederzeit leicht gefunden werden.

Obwohl der Friedhof abgeschieden in der Mitte des Waldes angelegt wurde, ist er von der Neuschönburger Ringstraße über eine ausgebaute Forststraße gut mit dem Pkw erreichbar. Der eigentliche Bereich der Ruhestätten wurde mit einem Pfostenzaun, an dem ein Weg entlang führt, vom restlichen Wald abgegrenzt. Innerhalb des Friedhofes gibt es mehrere Pfade. Wer möchte, kann für die Trauerfeier auch den extra angelegten Andachtsplatz mit Rednerpult und Sitzbänken nutzen. www.waldfriedhof-zwickauerland.de.



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