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Lichtenstein träumt von Naturbad

Projekt Umfangreiche Fördermittel aus Bundesprogramm könnten fließen

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Es ist lange her, dass im Lichtensteiner Freibad das letzte Mal das kühle Nass zum Baden einlud. Seit 2002 ist das Bad geschlossen. Nach und nach hat sich die Natur das Areal zurückgeholt und im einstigen Becken wachsen nun Bäume, die vielleicht bald höher sind als der alte Sprungturm. In den vergangenen Jahren haben die Royal Rangers, eine Pfadfindergruppe die zum Christlichen Gaubenszentrum gehört, das Gelände für ihre Aktivitäten genutzt. Sogar ein kleines Badebecken wurde wieder aufgestellt, doch schwimmen kann man darin natürlich nicht.

Gibt es bald ein neues Bad?

Vielleicht kehrt bald neues Leben im Bad ein, denn die Stadt hat sich beim Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" um Gelder für die Badsanierung beworben. Möglich wurde das, weil es bereits umfangreiche Pläne für die Sanierung gibt, die Martin Gruner entwickelt hat. Er schrieb 2017 eine Bachelorarbeit, die sich damit befasst, wie das Bad und sein Umfeld neu entwickelt werden können. "Das war ein Glücksfall, so ein Projekt in der Schublade zu haben", sagt Christian Rochlitzer, der sich mit dem Thema gut auskennt. Denn er sitzt nicht nur im Lichtensteiner Stadtrat, sondern gehört auch zu den Royal Rangers, deren Leiter er sogar lange Zeit war. Insgesamt vier Millionen Euro wären für das Vorhaben wahrscheinlich nötig. Wenn es mit der Förderung klappt, wären 90 Prozent davon sicher. Eine Entscheidung dazu soll noch im Herbst fallen.

In Lichtenstein wünschen sich viele ein neues Freibad, aber es ist dennoch klar, dass es kein einfaches Vorhaben wird. Denn auch die Betreibung des als Naturbad konzipierten Freizeitareals muss sichergestellt werden. Bei den Royal Rangers wurde am Wochenende auch über das Thema diskutiert, denn sie feierten im Badgelände ihr zehnjähriges Bestehen.



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