Lichtensteiner Polit-Neuling im Parlament

Bundestag Carlos Kasper aus Lichtenstein ist einer der Jüngsten im Parlament

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Seit der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestages sind 100 Tage vergangenen. Mit dabei ist mit dem 27-jährigen Carlos Kasper ein junger SPD-Politiker, dessen Heimatstadt Lichtenstein ist. Für den Politneuling, der zuvor beim Zoll tätig war, brachten die vergangenen Wochen und Monate viele spannende Themen, wenngleich sich vieles auch erst einspielen musste. "Die Regierung steht, die eigentliche Arbeit hat jetzt begonnen", sagt Carlos Kasper, der zu den jungen Sozialdemokraten zählt, die für Schwung im Parlament sorgen wollen. Ein wichtiges Anliegen, das auch im Wahlkampf ein entscheidendes Thema war, konnte von der SPD in den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt werden. Der Mindestlohn soll deutlich steigen, was vielen Menschen in der Region nützen wird. Was vor allem aufgrund der Standpunkte der FDP nicht geklappt hat, war die Schaffung von mehr Steuergerechtigkeit. Nicht nur in Berlin gab es für Carlos Kasper, der im Nachwuchs als Rennrodler Leistungssport betrieben hat, in den letzten Wochen viel Arbeit und viele neue Kontakte.

Im Gespräch mit Bürgermeistern der Region

In seinem Wahlkreis, der von Zwönitz über Hohenstein-Ernstthal und Limbach-Oberfrohna bis nach Rochlitz reicht, war er auch schon in einigen Rathäusern zu Gast. "Ich war schon bei sehr vielen Bürgermeistern, um mit Ihnen über die Chancen und Probleme der Kommunen zu reden", berichtet Kasper. Die Bürokratie, gerade beim Thema Fördermittel, aber auch die insgesamt angespannte Finanzsituation, die Digitalisierung und die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie waren Themen. Weitere Gespräche gab es mit Bürgern, Vereinen und Unternehmen der Region. "Man muss als Abgeordneter aber natürlich wissen, dass man das Volk vertritt. Wir bekommen dafür ja schon ziemlich hohe Diäten. Das sollte man nie vergessen", betont er.

Zu einem derzeit viel diskutierten Thema hat Carlos Kasper eine klare Meinung. Er will dem überparteilichen Antrag für die allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren folgen, damit die Corona-Pandemie dauerhaft unter Kontrolle zu bringen ist.

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