Limbach-O. auf dem Weg zu mehr Barrierefreiheit

Investition Stadt will weitere Haltestellen modernisieren

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Die Haltestellen am Rathausplatz entsprechen bereits modernen Standards. Foto: A. Büchner

Limbach-Oberfrohna. Wer mit dem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, hat es oft nicht leicht, ohne fremde Hilfe in einen Bus einzusteigen. Meist haben der Bordstein und die erste Stufe im Bus unterschiedliche Höhen, sodass dies eine Gefahrenstelle ergibt. Die Stadtverwaltung möchte ab dem neuen Jahr beginnen, diese Situation langfristig zu verbessern.

"Mit der Neugestaltung des Rathausplatzes haben wir bereits moderne Bedingungen geschaffen, wie sie bald überall im Stadtgebiet zu finden sein sollen", informierte Jesko Vogel. "Auch im Hohen Hain kann man an der Haltestelle unweit der Geschwister-Scholl-Schule nun leichter aus- und einsteigen." Laut dem Oberbürgermeister wurde dort bereits der Fußwegrand auf die geforderte Höhe angehoben, zudem ist das Leitsystem mittels einer weißen Beschichtung gekennzeichnet. "Aktuell wird die Förderung für einen Fahrgastunterstand beantragt - dann ist die Haltestelle komplett", so Vogel. Die Förderung ist deshalb möglich, weil schon barrierefrei ausgebaut wurde.

Bis 2021 soll dies im Stadtgebiet die Norm sein, was einen hohen finanziellen Aufwand für etwa 50 Haltestellen bedeutet. Die Kommunen sind laut Personenbeförderungsgesetz zu einer "vollständigen Barrierefreiheit" verpflichtet. In Limbach-Oberfrohna werden die Kosten dafür auf circa 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Auch wenn letztlich alle von diesen Umbauten profitieren, gehört das große Projekt zum Leitbild "Seniorenfreundliche Stadt", für das sich Verwaltung und verschiedene Institutionen einbringen.