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Chemnitz

Limbach-Oberfrohna: Freie Presse als Unterrichtsmaterial der Schule?

Bildung Schüler studieren die Zeitung

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna Wie wird Zeitung gemacht? Wie sind Artikel aufgebaut? Welche Textsorten gibt es? Diesen und weiteren Fragen konnten die Achtklässler der Limbacher Pestalozzischule in den letzten vier Wochen auf den Grund gehen. Die Schule nahm am Projekt "Zeitung im Unterricht" teil. Im Rahmen dessen kam täglich die "Freie Presse" ins Haus und konnte für den Deutsch-Unterricht genutzt werden. Das Thema Printmedien steht im Lehrplan, wie die Pädagogen informierten. Anhand der "Freie Presse"-Exemplare konnte der Stoff gut veranschaulicht werden. Was die Jugendlichen am meisten interessierte, waren Artikel aus dem Sport sowie der Text über die Pläne der neuen Skaterhalle in Chemnitz. Auch über Meinungsfreiheit und Manipulationsmöglichkeiten, den Pressecodex und Fakenews wurde gesprochen.

Freie Presse als Unterrichtsmaterial

Dazu kam täglich die "Freie Presse" ins Haus und konnte in den Unterricht eingebaut werden. "In meiner Klasse gaben fast alle Schüler zu, das erste Mal eine Tageszeitung in der Hand zu halten", sagt Deutschlehrerin Julia Jentsch. Für viele Bürger der älteren Generation gehört das Zeitung lesen zum Alltag wie essen und schlafen. Für die Jugend hingegen sieht das offensichtlich ganz anders aus. Jentsch hatte unter anderem ein Zeitungsfrühstück mit ihren Schülern veranstaltet, bei dem es Tee und die "Freie Presse" gab.

"Ein Schüler sagte, er habe sich dabei gefühlt wie ein Opi", erzählt die Lehrerin. Auch ihre beiden Kolleginnen Katharina Rietzschel und Henriette Jabbour ziehen ein ähnliches Resümee. "Eine Zeitung aufschlagen und darin lesen, das ist für Teenager lebensfremd", bringt es Jabbour auf den Punkt.