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Limbach-Oberfrohna: Oberbürgermeister Jesko Vogel im Alter von 47 Jahren verstorben

Politik Er hinterlässt Frau und zwei Töchter

Limbach-Oberfrohna. 

Nur wenige Bürger wussten um den Gesundheitszustand ihres Stadtoberhauptes. Nach außen präsentierte er sich stets dem Anlass angemessen. Umso größer war der Schock, als am Mittwoch bekannt wurde: Jesko Vogel, der Oberbürgermeister von Limbach-Oberfrohna, ist tot. Noch am Nachmittag legten erste Bürger Blumen vor das Rathaus. Der Hof wurde mit Trauerflor beflaggt. "Wir sind zutiefst schockiert und unsere Gedanken sind bei seiner Familie", sagte Stadtsprecherin Frances Mildner. 

Jesko Vogel wurde 1974 in Rabenstein geboren, studierte Politikwissenschaften und Geschichte und promovierte in Sächsischer Landesgeschichte. Von 1991 bis 2014 war er Spieler und Kapitän der ersten Mannschaft des BSV Limbach im Handball. Er war Gründer und Koordinator des Stadtelternrates Limbach-Oberfrohna und Koordinator des Lokalen Bündnisses für Familie in Chemnitz. 

Seit 2009 war er Mitglied des Stadtrats, bis 2013 für die SPD, seit 2014 für die Freien Wähler Limbach-Oberfrohna. 2015 wurde er zum Oberbürgermeister gewählt. 

Die Devise von Jesko Vogel war von Beginn an: gemeinsam mit den Bürgern weiter für eine attraktive und zukunftsfähige Stadt zu arbeiten. Er trat zu jeder Gelegenheit mit den Limbachern in den Dialog, war damit äußerst bürgernah und beliebt. Zudem war er kompetent in allen Belangen der Kommunalpolitik, weltoffen und stets konstruktiv. Jesko Vogel wurde 47 Jahre alt, hinterlässt eine Frau und zwei Töchter. Die Amtsgeschäfte im Rathaus werden zunächst von Bürgermeister Robert Volkmann weitergeführt. 

Oberbürgermeister Sven Schulze zum Tod seines Amtskollegen Jesko Vogel 

Oberbürgermeister Sven Schulze: 

"Mit Bestürzung und großer Trauer habe ich soeben vom Tod meines Kollegen aus Limbach-Oberfrohna erfahren. Jesko Vogel kannte ich seit vielen Jahren sehr gut und wir haben uns gut verstanden. 

Er hat sich insbesondere für ein gutes Zusammenwirken von Stadt und Region eingesetzt. In viele gemeinsame Projekte wie der Kulturhauptstadt und dem Ausbau des Chemnitzer Modells hat er sich persönlich sehr eingebracht. Meine Gedanken sind in diesen Minuten bei seiner Frau und seinen Kindern und allen seinen Verwandten und Bekannten. Ich wünsche ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit und bin in Gedanken bei ihnen."