Limbacher setzt sich für Völkerverständigung ein

Menschen Kurt Weihe bekommt Bundesverdienstorden

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Kurt Weihe wurde für sein jahreslanges Engagement ausgezeichnet. Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. Der Limbacher Kurt Weihe setzt sich seit vielen Jahren für die Vertriebenenarbeit im Freistaat Sachsen ein. Vor 25 Jahren war er maßgeblich an der Gründung der Kreisgruppe des Bundes der Vertriebenen beteiligt und leistete aktive Vorstandsarbeit in der Landsmannschaft Ost-/Westpreußen Kreisverband Limbach-Oberfrohna. Für sein Engagement wurde er jetzt mit dem Bundesvedienstorden geehrt.

"Das war für mich eine große Überraschung und ein besonderes Erlebnis", erzählt der Rentner. Er setze sich mit hohem persönlichen Engagement für die Völkerverständigung und zeitgemäße Information insbesondere von Kindern und Jugendlichen ein, heißt es weiter in der Begründung für den Orden. Kurt Weihe, der 1944 als Neunjähriger seine zerstörte Heimat Ostpreußen verlassen musste, vermittelt als Zeitzeuge jungen Menschen die Geschichte der ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete und bringt ihnen die Integration der Vertriebenen in Sachsen nahe.

Besonders Projekt: Ausflug zum "Haus der Heimat"

Außerdem hat er mit der Gerhart-Hauptmann-Oberschule in Limbach-Oberfrohna einen Kinder- und Jugendaustausch mit dem Königsberger/Kaliningrader Gebiet ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt stehen dabei das Schicksal der Vertriebenen und Spätaussiedler sowie ihre Traditionen und Bräuche.

Neben der aktiven Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Gerhart-Hauptmann-Oberschule unternimmt Kurt Weihe seit drei Jahren immer mit den 9. Klassen der Schule eine Ausfahrt zum "Haus der Heimat" nach Reichenbach, das er mit gegründet hat. Sein Ziel ist es, so lange wie möglich als Zeitzeuge über seine Erlebnisse zu berichten - über zerstörte Heimat und Familien, über Krieg und Tod. "So etwas darf nie wieder passieren, aber viele Kinder und Jugendliche wissen einfach zu wenig Krieg und seine Folgen", mahnt Kurt Weihe.