Linde an Kreuzung musste weichen

Baumfällung Ein Sicherungsschnitt hätte nicht mehr geholfen

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Die große Linde am Tag vor ihrer Fällung . Foto: abu

Wer am Mittwochmorgen über die Kreuzung Peniger Straße / Am Hohen Hain in Limbach-Oberfrohna fahren musste, sah sich überraschend mit einer Baustellenampel konfrontiert. Beim Warten erkannte man den Grund: Die große Linde, die im äußersten Bereich unweit des Fußweges stand, wurde abgetragen. Die Stadtverwaltung möchte den Vorgang erklären: "Noch vor dem Tag der Sachsen war das fehlende Stück Fußweg an der Kreuzung ergänzt worden", gab Dietrich Oberschelp bekannt. "Dadurch konnte der bis dahin bestehende gefährliche Trampelpfad beseitigt und ein sicherer, behindertengerechter Weg zum Einkaufsmarkt entstehen." Laut dem Fachbereichsleiter sollte die Linde aufgrund der augenscheinlich guten Vitalität erhalten werden. Allerdings konnte der Baum beim Bau nur in vollbelaubten Zustand und durch die angrenzende Vegetation lediglich aus der Ferne begutachtet werden. Nachdem nun die umstehenden Büsche entfernt wurden und die Linde das Laub abgeworfen hatte, wurden starke Schäden am Holzkörper des Stammes sowie an allen Ästen erkennbar. Die Bruchsicherheit des gesamten Stammes und der fast komplett geschädigten Äste war nicht gegeben. Durch die Freistellung war die Linde zudem einer erhöhten Windlast ausgesetzt, die die Bruchsicherheit noch einmal herabsetzte. Die Stadtgärtnerin schätzte ein, dass ein normaler Kronenpflegeschnitt zur Herstellung der Verkehrssicherheit nicht ausreicht. Ebenso war ein Kronensicherungsschnitt bei den zahlreichen Schadstellen und dem Standort des Baumes nicht sinnvoll.