Linke stellt jungen Hoffnungsträger

Kommunalpolitik Kevin Scheibel soll für die Linken an den Start gehen

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Kevin Scheibel soll für die Linken ins Rennen gehen. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Der Linken-Ortsverband setzt bei den Oberbürgermeisterwahlen, die am 21. Mai stattfinden, auf einen jungen Hoffnungsträger: Kevin Scheibel soll ins Rennen geschickt werden. Die Nominierung ist am Samstag bei einer öffentlichen Mitgliederversammlung in der Gaststätte "Goldene Säge" geplant. Die Beratung beginnt 9.30 Uhr und dauert rund zwei Stunden. "Wir haben damit einen jungen Mann mit guten Ideen und linken Gedanken gefunden", beschreibt Wolfgang Spiegelberg vom Linken-Ortsvorstand den Kandidaten.

Kevin Scheibel hat an der Käthe-Kollwitz-Schule in Crimmitschau die Schulbank gedrückt. Später machte er am Beruflichen Schulzentrum in Werdau das Abitur. Danach folgte ein Studium für Politikwissenschaften an der Technischen Universität in Chemnitz. Momentan arbeitet Kevin Scheibel an seiner Master-Arbeit mit dem Titel "Parteienforschung". Damit versucht er die Motivation von neuen Mitgliedern für eine Mitarbeit bei den Linken in Sachsen herauszufinden.

Seit Herbst 2014 gehört Kevin Scheibel zum Linken-Ortsvorstand in Crimmitschau. "Die Kommunalpolitik spielt im Studium nur eine Nebenrolle. Die wichtigen praktischen Erfahrungen habe ich durch die Arbeit im Ortsverband gesammelt", sagt Kevin Scheibel, der als Hobbys unter anderem Lesen und Computerspiele nennt.

Die Arbeit an einem Wahlprogramm soll nach der Veranstaltung in der Gaststätte "Goldene Säge" vorangetrieben werden - mit der Unterstützung von möglichst vielen Mitgliedern. Kevin Scheibel macht kein Geheimnis, dass er auf eine bessere Bürgerbeteiligung und eine starke Stadtverwaltung setzen will. Finanzielle Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit stehen für ihn nicht zur Debatte. Der Linken-Bewerber sieht die Jugend als "Basis für die Zukunft der Stadt".

Kevin Scheibel weiß, dass er sich in den nächsten Wochen auch auf kritische Fragen vorbereiten muss. Kann ein Mann mit Mitte 20 ins Rathaus einziehen? "Ich kann nicht auf die Erfahrung einer 14-jährigen Amtszeit als Oberbürgermeister zurückgreifen. Aber für frischen Wind sorgen", sagt der designierte Linken-Bewerber, der mit verantwortlichen Positionen in der Kommunalpolitik zwei Fähigkeiten in Verbindung bringt: Einerseits das analytische Denken und andererseits die Empathie für eine Aufgabe.

Neben dem Linken-Vertreter wird es mindestens zwei weitere Kandidaten geben. Für Crimmitschau hat bereits im November den Oberbürgermeister Holm Günther nominiert. Die CDU plant am 30. Januar eine Nominierungsveranstaltung.