"Made in Saxony" gefragt

Wirtschaft Export-Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Sachsens Unternehmen haben in den ersten drei Quartalen in 2015 mit Exporten so hohe Umsätze erwirtschaftet wie nie zuvor. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes wurden Güter im Wert von 29,47 Milliarden Euro ausgeführt - ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dass sächsische Unternehmen so viele Waren verkauft haben, liegt vor allem an der anziehenden Nachfrage aus den EU-Ländern (+14 Prozent). An der Spitze des Exports stehen unverändert die Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus, die derzeit 48 Prozent aller Exporte ausmachen. In diesem Bereich legten die Ausfuhren um 22 Prozent auf rund 14,16 Milliarden Euro zu. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Internationalität und Neugier prägen nicht nur Kunst, Kultur und Wissenschaft in Sachsen. Sie sind auch unverzichtbar für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Ohne Internationalität lässt sich kein modernes, wirtschaftlich starkes Sachsen schaffen. Ich möchte deshalb noch mehr Unternehmer im Land ermutigen. Nutzen Sie die Chance, die Ihnen der Export bieten kann."

Auch nach Übersee konnte Sachsens Exportwirtschaft ihre Tätigkeiten ausbauen. Mit einem Zuwachs von 39 Prozent ragen die Exporte in die USA deutlich heraus. Die USA sind damit nach China nach wie vor das zweitwichtigste Exportland für die sächsische Wirtschaft. Die Exporte nach Russland sind wegen der tiefen Rezession der russischen Wirtschaft um 12 Prozent zurückgegangen. Mittlerweile steht Russland bei den Ausfuhren Sachsens nur noch auf Platz 14. Dulig beurteilt den Rückgang kritisch: "Wir haben ein hohes wirtschaftliches Interesse, die Beziehungen zu pflegen. Sachsen hatte immer besonders gute Kontakte nach Russland, daran wollen wir festhalten. Für 2016 sind deshalb mehrere Technologieforen in Russland geplant.

Ebenfalls stark gestiegen in den ersten drei Quartalen 2015 sind die Importe. Hier erreicht der Freistaat eine Steigerung auf 16,6 Milliarden Euro (+8 Prozent). Wichtigster Importpartner bleibt die Tschechische Republik.