"Mädchen von nebenan" kommt gut an

Mode Melanie Knöfel war in Berlin

maedchen-von-nebenan-kommt-gut-an
Melanie Knöfel war in Berlin auf dem Laufsteg. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Eine junge Frau aus Crimmitschau war auf der "Fashion Week" in Berlin als Model im Einsatz: Melanie Knöfel durfte unter anderem Kleider von Enna Paul und Lumi Design präsentieren. "Es hat einen riesengroßen Spaß gemacht", sagt die 26-Jährige zu ihren Eindrücken in der Hauptstadt.

Melanie Knöfel gehört zu den Spätstartern auf dem Laufsteg. Dort ist sie erst seit zwei Jahren unterwegs. Zudem hat die gebürtige Zwickauerin einige Nachteile bei der Körpergröße. Mit 1,73 Metern gehört sie eher zu den kleineren Models. Wie kann man sich trotzdem in dem Metier behaupten? "Mein Vorteil ist offenbar, dass ich in der Rolle als Mädchen von nebenan gut ankomme. Diese Einschätzung gab es von Designern", sagt Melanie Knöfel.

In ihrem Kalender haben sich Termine für Misswahlen, Modepräsentationen und Fotoshootings erst in den letzten 24 Monaten gehäuft. Sie nahm im Januar 2015 - auf Drängen von Freundinnen - an einer Misswahl auf der Automobilmesse in Erfurt teil. "Danach hat die ganze Sache deutlich Fahrt aufgenommen", erinnert sich Melanie Knöfel, die ihre Tätigkeit allerdings weiter mit dem Alltag als Rettungssanitäterin unter einen Hut bringen muss.

Die Verwandlung von der Rettungssanitäterin zum Model dauert bei Melanie Knöfel nur rund eine Viertelstunde. "Ich trage kaum Make-up, da ich den natürlichen Look einfach besser finde", sagt die bodenständige Frau, die seit 2003 in Crimmitschau wohnt und bisher die verschiedenen beruflichen Herausforderungen meistert.

Ihr Rezept: "Man muss nach einem Zwölf-Stunden-Dienst als Rettungssanitäterin die eine Türe schließen und die andere Tür öffnen." Daran soll sich auch in der nahen Zukunft nichts ändern. Von Patienten ist die modelnde Sanitäterin noch nicht auf den Nebenjob angesprochen worden. Dagegen gab es von den Kollegen bisher durchweg Lob für die Aufnahmen und Auftritte.