"Makerspace" fördert die Kreativität

Premiere Crimmitschaus Gymnasium ist erste staatliche Schule mit diesem Angebot

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Jonah Wolf war von der Lötstation total begeistert. Foto: Michel

Crimmitschau. Das Motteler-Gymnasium in Crimmitschau hat bereits in den letzten Jahren mit der einen oder anderen besonderen Aktion für positive Schlagzeilen gesorgt. Mit der Einweihung des sogenannten "Makerspace" gab es in der vergangenen Woche hier noch einen Aspekt mehr. "Wir sind die erste staatliche Schule mit einem solchen Angebot sowohl für den Unterricht als auch für das Ganztagesangebot. 'Makerspace' gibt es sonst nur an Universitäten", betonte Projektleiter Mario Gafron bei der Vorstellung des "Kreativ-Werkstattraumes" im Keller des Hauses Lindenstraße.

Aus Kellerraum wird Bastler-Paradies

Früher war der Raum ein Kohlenkeller, zuletzt war hier ein Lesesaal eingerichtet. "Wir haben die Planungen für unser 'Makerspace' im Februar gestartet, mit der praktischen Umsetzung ging es in der zweiten Sommerferienwoche los", sagte Mario Gafron. Bis zur Inbetriebnahme wurden rund 7.000 Euro für einen Lasercutter, 16 Minicomputer sowie eine Werkstattecke mit Bohrmaschine, Mini-Kreissäge und Lötarbeitsplätze ausgegeben. Finanzielle Unterstützung gab es dabei von einem Autoteilezulieferer aus dem Gewerbegebiet Meerane.

Bei der "Makerspace"-Einweihung demonstrieren Schüler des Gymnasiums einige Möglichkeiten des neuen Raumes. Der 14-jährige Jonah Wolf beispielsweise hatte sich einen Lötarbeitsplatz gesucht und lötete was der Kolben hergab. "Endlich kann ich nach dem Unterricht machen, was mir Spaß macht", sagte der Neuntklässler, welcher schon bei der Planung und Einrichtung des "Makerspace" mit Hand angelegt hatte. Zuvor hatte der Schüler aus Dennheritz in der AG "Robotik" bereits an elektronischen Elementen gebastelt. Das Konzept des "Makerspace" stammt aus den USA.