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"Man muss die Vorzüge herausstellen"

Gespräch Interview mit Geschäftsführer Uwe Jakobeit

Glauchau. 

Glauchau. Die Zahl der leerstehenden Kleingärten in der Region wächst. Im Bereich des Regionalverbandes Werdau/Glauchau der Gartenfreunde stehen 1055 Parzellen leer. Holger Frenzel sprach mit Geschäftsführer Uwe Jakobeit über die Entwicklung.

Im Bereich des Verbandes gibt es immer weniger Kleingärtner. 2010 wurden noch 7016 Parzellen bewirtschaftet. In diesem Jahr sind es 5889 Parzellen. Welche Ursachen gibt es für den Rückgang?

Das hängt vor allem mit der Altersstruktur zusammen. Uns fehlt quasi eine Generation an Kleingärtnern. Das sind die Leute, die in den 1990er Jahren die Region verlassen haben. Auffallend: Im ländlichen Bereich gestaltet sich die Suche nach neuen Mitgliedern noch schwieriger als in den größeren Städten.

Was bedeutet ein hoher Leerstand für die Kleingartenvereine?

Einen höheren Pflegeaufwand und geringere Pachteinnahmen. Wir müssen uns nichts vormachen: Es schreckt auch Interessenten ab, wenn in einer Kleingartenanlage schon etliche Parzellen nicht mehr bewirtschaftet werden. In manchen Fällen kümmern sich Mitglieder schon um zwei oder drei Gärten. Das ist allerdings auch kein Allheilmittel.

Wie können Interessenten für das Hobby begeistert werden?

Vor allem mit dem Erholungsfaktor und mit der Möglichkeit, frisches und unbehandeltes Obst und Gemüse im eigenen Garten ernten zu können. Man muss die Vorzüge herausstellen. Dort, wo jüngere Leute einmal Fuß gefasst haben, kommt es zum Teil zu Kettenreaktionen und entscheiden sich weitere Freunde und Bekannte für einen Kleingarten.



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