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Manschettenhans bringt die Kinder zum Lachen

Historie Vor 65 Jahren entstand das Museum in der Burg Stein

Hartenstein. 

Hartenstein. Oftmals wird Hartenstein noch immer lediglich in Verbindung mit dem Prinzenraub genannt. Dabei kann das Regionalmuseum auf Burg Stein mit einer erstaunlichen Fülle von Exponaten aus der Feudalgeschichte der hiesigen Region aufwarten. Die Palette erstreckt sich dabei von der Kolonisation des Erzgebirges im 12. Jahrhundert bis zu volkskundlichen Sachzeugen aus dem 19. Jahrhundert.

 

Einrichtung vor 65 Jahren aufgebaut

Es war der Künstler, Heimatforscher und Naturschützer Heinz Thuß, der vor 65 Jahren gemeinsam mit seiner Frau und weiteren geschichtsbegeisterten Mitstreitern unter dem Dach des Kulturbundes der DDR in ungezählten Stunden freiwilliger Aufbauarbeit die Einrichtung im ältesten Teil der Burg Stein aufgebaut hat. Danach leitete er das Museum 24 Jahre lang. Im Zentrum des Interesses der Besucher stehen meist die ausgestellten Waffen. Armbrust, Hieb- und Stichwaffen enthält das Arsenal ebenso wie Rad- und Steinschlossgewehren.

Mit noch heute ehrfürchtigen Blicken werden die Folterwerkzeuge und ein ebenfalls noch vorhandenes Richtschwert betrachtet. Letzteres zeugt davon, dass der Scharfrichter in Hartenstein sein blutiges Handwerk recht oft ausführen musste. Wesentlich lustiger stellt sich da schon die farbige Holzplastik des letzten Hofnarren der Grafen von Schönburg-Hartenstein dar. Der zwergenhafte Mann ist landläufig unter seinem Spitznamen "Manschettenhans" bekannt geworden und speziell bei den kleinsten Besucher des Museums beliebt.



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