"Mauer der Toleranz" muss weichen

Symbol Buche drückt auf buntes Bauwerk

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Sie steht schief, der Putz bröckelt ab und von der bunten Kunst ist auch nicht mehr viel übrig: Die "Mauer der Toleranz" an der Pleißaer Straße ist nicht mehr das, was sie einst sein sollte - ein Symbol für Akzeptanz und Offenheit.

Grünen-Stadtrat Albert Klepper regte in der letzten Stadtratssitzung die Verwaltung an, Kontakt mit Lehrern des Albert-Schweitzer-Gymnasiums aufzunehmen, um die "Mauer der Toleranz" gegenüber der Schule wieder auf Vordermann zu bringen.

"Das war damals ein schönes Projekt, aber jetzt ist es durch Beschmierungen eher ein Schandfleck", so Klepper. Die Mauer wurde 2011 von der Stadt im Rahmen einer Kreativaktion gegen Extremismus von Schülern gestaltet. Ein halbes Jahr nach der Kunstaktion wurden Hakenkreuze auf die Mauer gesprüht, später folgten weitere Schmierereien. Die Stadt war stets schnell zur Stelle, um die ungewünschten Symbole zu entfernen.

"Mauer der Toleranz" durch Natur verdrängt

CDU-Stadtrat Andreas Küchler, der im Vorstand der Landeskirchlichen Gemeinschaft tätig ist, der die Mauer gehört, teilte in der Stadtratssitzung mit, dass das Bauwerk demnächst abgerissen werden soll. Zumindest der rechte Teil - denn auf dem steht eine mächtige Buche. Die drückt Teile der Mauer heraus. "Sie ist zu stark, aber völlig gesund, so dass eine Fällung nicht infrage kommt", so Küchler. Nach dem Abriss soll an der Pleißaer Straße ein massiver Zaun errichtet werden.