Max Enderlein mischt bei Supersport-WM mit

MOTORSPORT IDM-Pilot aus Hohenstein-Ernstthal belegte in Brno Rang 19

Mit dem Ersatzmotor ging es für Max Enderlein ins Rennen. Foto: Thorsten Horn

Brno. Schon im vorigen Jahr hatte sich der Hohenstein-Ernstthaler IDM-Pilot Max Enderlein einen Wild-Card-Einsatz bei der Supersport-Weltmeisterschaft vorgenommen, doch wegen einer Knieverletzung wurde daraus nichts. Aufgeschoben ist aber bekanntlich nicht aufgehoben, sodass er dies 2018 erneut auf seine "To Do List" setzte. Hatte er sich vor Jahresfrist die deutsche WM-Runde, die damals noch auf dem Lausitzring stattfand, ausgesucht, wählte er für sein Ersatz-Gastspiel den Masaryk-Ring im tschechischen Brno.

Extra-Schicht mit hohem Lernfaktor

Diesmal konnte der Plan auch in die Tat umgesetzt werden, was am vergangenen Wochenende im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft der Fall war. "Es ist schön, sich auf internationaler Bühne zu zeigen, in einer anderen Szene zu lernen und insgesamt schneller zu werden. Mein Ziel bleibt die WM, da ist es gut, zu sehen wo man steht", meinte der 21-Jährige kurz vorm ersten Training.

Dieses beendete er bei 31 Teilnehmern als 24., womit schon mal ein Anfang gemacht war. Im zweiten freien Training fuhr auf Platz 17, war danach aber nicht zufrieden. "Ich hatte mir schon noch mehr vorgestellt, aber vielleicht will ich auch gleich zu viel auf einmal", bemerkte er anschließend.

Nachdem am Samstag im dritten freien Training sein bester Motor den Dienst quittierte und er ohne Zeit blieb, musste er mit dem Ersatz-Triebwerk ins Qualifying, sodass am Ende nur der 24. Startplatz heraussprang. Von diesem aus ging es für ihn nach einem total verpatzten Start zunächst ein paar Plätze zurück, aber danach sukzessive nach vorn, bis am Ende schließlich Rang 19 zu Buche stand.

So schätzte Enderlein seine Leistung ein

Seine Bilanz fiel danach folgendermaßen aus: "Alles in allem war es ein sehr schwieriges Wochenende für mich in Brno. Ich bin zwar ohne große Erwartungen an die ganze Geschichte rangegangen, aber letztendlich geht man nach einem Sieg bei der IDM von mehr aus. Am Freitag ging es noch ganz gut, aber nachdem am Samstag der eigentliche Motor kaputtgegangen ist, war es mit dem Standard-Motor richtig schwierig, sich noch einigermaßen gut aus der Affäre zu ziehen.

Das Rennen war dann auch so lala und ging schon bescheiden los. Am Start hatte irgendetwas mit der Elektronik nicht so richtig geklappt. Das Motorrad hat sich beim Gas geben quasi verschluckt, sodass ich praktisch gar nicht vom Fleck gekommen bin. Eigentlich bin ich ein sehr guter Starter. Ich war dann fast Letzter. Von daher war es schwierig, voranzukommen, da mir einfach der Speed auf den Geraden gefehlt hat und ich nach jedem Ausbremsmanöver auf der nächsten Geraden einen Konter kassiert habe. Das war natürlich sehr anstrengend.

Gegen Rennmitte konnte ich eine sehr gute Pace fahren und bin die Zeiten der Fahrer um Platz zehn gefahren. Ich habe diese Gruppe auch schon vor mir gesehen und bin Schritt für Schritt rangekommen. Letztendlich ist es Platz 19 geworden. Alles in allem war es ein sehr lehrreiches Wochenende. Ich hoffe, dass ich einiges von dem gelernten beim nächsten IDM-Rennen im belgischen Zolder umsetzen und wieder volle Attacke auf den Sieg machen kann."