Meeranes Stadtchef übt Kritik an Schwarzmalerei

Digitalisierung Die Zukunft der Region sorgt für Gesprächsstoff

Meerane. 

Meerane. Die Kritik von Sabine Zimmermann, Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die das vermeintlich fehlenden Zukunftskonzept für die Region in Zeiten einer fortschreitenden Digitalisierung bemängelte, hat Meeranes Oberbürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) eindringlich zurückgewiesen. "Mit den Ideen für die Zukunft ist das Autoland Sachsen auf dem allerbesten Weg, zu einem führenden Mobilitätsland zu werden. Die Stadt Meerane stellt sich diesem Wandel", so Ungerer in einer Stellungnahme.

Seiner Meinung nach sind die Unternehmen sehr gut vorbereitet, wenn es Themen wie E-Mobilität, Digitalisierung oder autonomes Fahren geht. Meerane will die Firmen durch die Schaffung guter Rahmen- und Standortbedingungen unterstützen. Außerdem gibt es einen "Strategiedialog" zwischen Kommune und Unternehmen, bei dem Baden-Württemberg das Vorbild ist. Dort gibt es einen intensiven Austausch zwischen der sehr bedeutsamen Automobilindustrie und den politischen Akteuren.

Es fehlt eine ganzheitliche Zukunftsstrategie

Auf der Ebene des Freistaates Sachsen vermisst Ungerer ein derartiges Konzept als ganzheitlichen Ansatz für eine Zukunftsstrategie der Wirtschaft. Da mit einer solchen Strategie im Freistaat Sachsen nicht zu rechnen ist, trägt die Stadt Meerane industriepolitische Verantwortung vor Ort", betont Ungerer, der diese Linie nicht zuletzt durch die umfangreichen Investitionen, die in Meerane bei knapp 500 Millionen Euro liegen, als bestätigt ansieht. Dadurch entstehen viele Arbeits- und Ausbildungsplätze.

DGB und Arbeitsagentur hatten kürzlich festgestellt, dass perspektivisch knapp 33 Prozent der Arbeitsplätze in Westsachsen durch die Digitalisierung wegfallen können. In anderen Teilen Sachsens sei der Wert viel niedriger.