Mehr Beschäftigte im September

Agentur für Arbeit Mit der Herbstsaison steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften

Ende September waren 11.124 Männer und Frauen im Kreis Zwickau arbeitslos gemeldet, das sind 184 weniger als im August. Damit sank die Arbeitslosenquote in einem Monat von 6,7 auf 6,6 Prozent, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Statistik der Agentur für Arbeit hervorgeht. Ein Jahr zuvor hatte sie noch bei 7,3 Prozent gelegen. Leicht über dem Niveau des Landkreises bewegt sich die Stadt Zwickau. Hier waren im September 7,1 Prozent der Arbeitsfähigen ohne geregelte Beschäftigung. Damit befindet sich die Stadt Zwickau einerseits unter dem sächsischen Durchschnitt (7,6 Prozent), andererseits aber über dem Kreis- und dem Bundesdurchschnitt (6,2 Prozent). Aus Sicht des Zwickauer Agentur-Chefs Andreas Fleischer kam die leichte Erholung im September nicht unerwartet. Nach dem Ende der Sommerferienzeit steige die Nachfrage nach Arbeitskräften traditionell an. Von solchen Schwankungen seien die Berufseinsteiger besonders betroffen, so Fleischer weiter. Denn so manche Azubis würden von ihren Betrieben nach dem Abschluss der Ausbildung nicht übernommen. Sie meldeten sich im Frühsommer arbeitslos, fänden dann aber mit Beginn der Herbstsaison häufig doch eine Stelle. Mit einer weiteren Erleichterung rechnet das Amt im Oktober, wenn es viele Abiturienten an die Hochschulen zieht. Bemerkenswert an der Statistik bleib weiter die Diskrepanz zwischen der Zahl der Arbeitslosen, die Unterstützung nach SGB III beziehungsweise Abeitslosengeld I erhalten - 2860 Männer und Frauen im Kreis Zwickau - gegenüber 8264 Personen, die in den Rechtskreis des SGB II fallen und sich mit den sogenannten Hartz-IV-Leistungen begnügen müssen. Zudem zählt aktuell ein gutes Drittel aller Jobsuchenden zu den Langzeitarbeitslosen, 4,7 Prozent waren Ausländer.