Mehr inhaltliche Debatten

Interview Neuer JU-Vorsitzender stellt sich vor

Vor gut einem Monat wählte die Junge Union im Landkreis Zwickau einen neuen Vorsitzenden. Neuer Amtsinhaber, der damit die Nachfolge von Dr. Florian Gräßler antritt, ist der 27-jährige Tronje Hagen, der auch bereits Gemeinderatsmitglied in Mülsen ist und seit Mai 2015 die Geschäfte der CDU-Kreistagsfraktion Zwickau führt.

Parallel beendet der gebürtige Zwickauer gerade sein Bachelorstudium der Wirtschaftswissenschaften an der TU Chemnitz.

Herr Hagen, wie sind Sie eigentlich zur Politik gekommen?

Schon als 9.-Klässler war ich politisch interessiert. Nach einer vom damaligen Bundestagsabgeordneten Dr. Luther im Rahmen der politischen Bildung gehaltenen Gemeinschaftskunde-Unterrichtsstunde, absolvierte ich ein Schülerpraktikum in seinem Büro. CDU- sowie JU-Mitglied wurde ich aber erst, als ich nach Wehrdienst und Ausbildung im Herbst 2009 zum Studieren nach Zwickau zurückkam und Dr. Luther im Monat vor Studiumsbeginn in seinem Wahlkampf unterstützte.

Mein Kollege Dr. Gräßler ist mittlerweile für die sächsische Staatskanzlei als Koordinator des Verbindungsbüros beim Europäischen Ausschuss der Regionen in Brüssel tätig. Aus dieser Entfernung konnte er das Amt aber nicht mehr wahrnehmen. Daraufhin wurde ich, als sein langjähriger Stellvertreter, gefragt, ob ich nicht kandidieren wolle. Dass außer mir aber niemand sonst für das Amt kandidierte, ergab sich davon unabhängig.

Was genau wollen Sie künftig anders machen?

Natürlich bewirkt ein personeller Wechsel Veränderungen. Da ich aber mit meinem Vorgänger eng zusammengearbeitet habe, würde ich eher sagen, dass ich den eingeschlagenen Weg fortsetzen will. Ungeachtet dessen ist nach den letzten zwei sehr wahlkampfgeprägten Jahren in naher Zukunft mehr Raum für inhaltliche Debatten, Maßnahmen politischer Bildung oder auch einfach Spaßveranstaltungen wie Sommerfeste oder Ähnliches.

Ich glaube, Mitglied einer Partei sollte man aus Überzeugung für Inhalte sein. Zwar machen mir meine Ämter Spaß, doch ich bin auch gegenüber einer Zukunft in der Wirtschaft offen. Konzentration einzig darauf zu legen, ein Vollzeitmandat zu erringen, ist meines Erachtens der komplett falsche Weg.