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Michael Kretschmer besucht Glauchauer Klinikum

Krankenhaus Kleinere Kliniken mit einer wichtigen Rolle

Glauchau. 

Glauchau. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) besuchte kürzlich das Rudolf-Virchow-Klinikum in Glauchau. Klinik-Mitarbeiter berichteten von ihren Erfahrungen der letzten Zeit, die natürlich durch eine deutlich höhere Belastung, sowohl physisch, vor allem aber auch mental, geprägt war. Der Einsatz von abteilungsfremden Mitarbeitern auf Isolierstationen, Unsicherheiten bei Dienstplänen, hohe Infektionszahlen, Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt - alles Schlagworte, die im Rahmen des Gesprächs fielen und diskutiert wurden. Alles in allem war die Zusammenarbeit innerhalb des Klinikums herausfordernd, wird aber als erfolgreich gewertet. Der leitende Chefarzt Dr. med. Jörg Bretschneider betonte die wichtige Rolle, die kleineren Krankenhäusern in der vergangenen Zeit zugekommen ist.

Fokus sollte auf Vernetzung zur ambulanten Versorgung gelegt werden

Ohne diese Kliniken wäre die Last nicht zu bewältigen gewesen. Allein können die Maximalversorger das regional nicht abfangen. "Für Glauchau stellt sich die Diskussion zur Schließung nicht. Hier geht es auch in Zukunft weiter", sagte Kretschmer und ergänzt, dass der Fokus statt auf der Schließung von Krankenhäusern viel mehr auf deren Stärkung und der Vernetzung zur ambulanten Versorgung gelegt werden müsse. Bei allen Schilderungen zu den Erlebnissen der letzten Wochen und Monate wurde immer wieder deutlich - die Nachwirkungen werden Klinik und Gesellschaft noch beschäftigen. Darüber sind sich alle einig - unter anderem mit Blick auf die Aufarbeitung der psychischen Belastungen rund um das Thema "Sterben" und die Rolle der Hygiene im Alltag.

Austausch ehrlicher Standpunkte im Fokus

Der Gesprächsrunde schloss sich ein kurzer Rundgang durch das Klinikgelände an. Dabei legte Kretschmer unter anderem am Gelände des zukünftigen Neubaus des Gesundheitszentrums und der ambulanten Reha einen Stopp ein. "Von Seiten des Klinikums wurde der Besuch als positiv wahrgenommen. Zwischen den Teilnehmern konnte ein Austausch ehrlicher Standpunkte stattfinden, was man sich im Vorfeld als Hauptziel des Besuchs vorgenommen hatte", fasste Klinik-Sprecherin Tina Schultz zusammen.