Milo unterstützt den Schulsozialarbeiter

Bildung Lichtentanner Oberschule bekommt einen eigenen Schulhund

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Der junge Berner Sennhund Milo hat die Herzen der Oberschüler im Sturm erobert. Foto: Andreas Wohland

Lichtentanne.Schulsozialpädagoge Jens Lehmann teilt sein Arbeitszimmer an der Lichentanner Oberschule seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres mit einem vierbeinigen "Kollegen". Der 17 Wochen alte Berner Sennhund Milo soll ihn künftig bei seiner Tätigkeit an der Bildungseinrichtung unterstützend zur Seite stehen. Dazu genügt im Augenblick allein seine bloße Anwesenheit.

Schüler haben Milo ins Herz geschlossen

Möglich wurde das Lichtentanner Schulhund-Projekt erst, nachdem die Schulleiterin, Eltern, Behörden und verschiedene Gremien ihre Zustimmung gegeben hatten. Erste Erfolge kann Jens Lehmann bereits vorweisen. "Es ist verblüffend, wie Milo auf Schüler und Lehrer wirkt. Die Jugendlichen sind regelrecht in ihn vernarrt. Sobald ich mit ihm in der Schule auftauche, bildet sich um uns herum sofort eine Traube. Und selbst wenn ich mit ihm ins Lehrerzimmer komme, zaubert er auf so manches gestresste Gesicht unvermittelt ein Lächeln", berichtet der 29-Jährige.

Ausbildung ist geplant

Ein richtiger Schul-, oder gar ein Therapiehund ist Milo allerdings nicht. Dazu bedarf es erst noch einer spezifischen Ausbildung. Deshalb will Jens Lehmann, der bei der Diakonie angestellt ist, zusammen mit seinem Vierbeiner im Oktober einen anderthalbjährigen Lehrgang zum Fachberater für tiergestützte Intervention besuchen. Für Milo steht dabei unter anderem die Ausbildung zum Schul- und Begleithund auf dem Programm.

Danach könnte der Berner Sennhund beispielsweise auch in Kitas oder Seniorenheimen eingesetzt werden. Und auch das Angebot eines "Hundeführerscheins" für die Schüler könnte sich Jens Lehmann vorstellen. "Es war schon immer mein Wunsch, einmal tiergestützt zu arbeiten. Aus fachlicher Sicht halte ich das Ganze für sehr innovativ und pädagogisch wertvoll", sagt er.