Mini-Kader bezwingt Löwen

Eishockey Eispiraten sind momentan im Dauereinsatz

Mit drei Powerplay-Toren haben die Eispiraten Crimmitschau den Grundstein zum 4:3 (0:1,2:1,2:1)-Sieg gegen die Löwen Frankfurt gelegt. Dabei sorgt in Überzahl neben der Top-Reihe um Eric Lampe auch der zweite Block um Ex-Nationalspieler John Tripp momentan für viel Gefahr. "Wir haben im Verlauf der Partie gemerkt, dass wir gegen Frankfurt mithalten und mitspielen können", freute sich Trainer Chris Lee. Nach dem 2:3-Rückstand zu Beginn des letzten Abschnitts zeigte seine Mannschaft einen (weiteren) Kraftakt und drehte das Spiel. "Wichtig war, dass wir die Räume eng gemacht und weniger Strafen als der Gegner gezogen haben", sagte Chris Lee. Dagegen musste Löwen-Trainer Tim Kehler nach der Pleite in Westsachsen seinen Hut nehmen.

"Turm in der Schlacht" war einmal mehr Torhüter Ryan Nie. Der kanadische Goalie wehrte 30 Löwen-Versuche ab und ließ auch bei der wütenden Schlussoffensive der Gäste aus Hessen nichts mehr zu. "Der Sieg war nur möglich, weil wir uns auf dem Eis alle gegenseitig geholfen haben", sagte Ryan Nie, der erstmals seinen zehn Monate alten Sohn Arlen Thomas mit zur Ehrenrunde auf das Sahnpark-Eis genommen und den Jubel der mehr als 2100 Zuschauer genossen hat.

Mit dem Mini-Kader von 15 Feldspielern müssen die Eispiraten Crimmitschau auch das Mammutprogramm rund um die Feiertage in Angriff nehmen. Auch die Hoffnung, dass Förderlizenzspieler Fabio Pfohl vom DEL-Partner Wolfsburg heute Abend (ab 19.30 Uhr) im Sachsenderby in Weißwasser aushelfen kann, hat sich zerschlagen. Kurz nach dem Fest dürfen die Eispiraten-Cracks zweimal vor den eigenen Fans antreten: Am zweiten Weihnachtsfeiertag (ab 17 Uhr) steht die Partie gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven, die momentan an der Tabellenspitze stehen, auf dem Programm. Danach folgt am 28. Dezember (ab 20 Uhr) die Partie gegen die Tower Stars Ravensburg. Die Oberschwaben nehmen den fünften Platz ein.