Ministerpräsident zu Gast im VW-Werk Zwickau

Wirtschaft Standort in Mosel soll Europas größtes Zentrum für E-Mobilität werden

Foto: Ralph Koehler/propicture

Zwickau. Volkswagen Zwickau soll zum größten Kompetenzzentrum Europas für E-Fahrzeuge ausgebaut werden. Davon überzeugte sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretzschmer am Montag vor Ort. Sein Kommentar: "Die Entscheidung, den I.D. ab Ende 2019 im Freistaat bauen zu lassen, ist ein historischer Meilenstein für das Autoland Sachsen. Wir werden noch internationaler."

Damit hat Zwickau ein Alleinstellungsmerkmal

Siegfried Fiebig, Sprecher der Geschäftsführung von Volkswagen Sachen, erklärte: "Mit der Entscheidung der Neuausrichtung des Standortes Zwickau zu einem Fahrzeugwerk für zukunftsweisende Antriebe haben wir erstmals ein Alleinstellungsmerkmal erhalten."

Flankierend sollen noch im Jahr 2018 erste Projekte der Zwickau AG, einer regionalen Initiative für mehr Attraktivität, definiert und schrittweise umgesetzt werden. In Mosel zunächst soll bis 2019 noch Golf und Golf Variant entsprechend der Kapazitäten gebaut werden und ab Ende 2019 schrittweise auf Modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB)-Fahrzeuge gesetzt werden.

Beschäftigungssicherheit bis mindestens 2025 geboten

Die damit verbundenen Chancen in der Automobilzulieferer-Industrie werden zu neuen Geschäftsfeldern und Arbeitsplätzen führen. Mit Milliardeninvestitionen will der VW-Konzern das Fahrzeugwerk in Mosel zum europäischen Zentrum für E-Mobilität ausbauen. Das Zukunftspaket bietet Beschäftigungssicherheit bis mindestens zum Jahr 2025.

Natürlich kam Sachsens Ministerpräsident auch nicht um einen Äußerung zu einer möglichen großen Koalition in Berlin herum und erklärte: "Die Menschen haben das Recht auf eine zügige Regierungsbildung. Allerdings müsse man bei der Linie bleiben, die in den Sondierungsgesprächen festgelegt worden sei." Kretzschmer meinte zuversichtlich, dass eine Neuauflage der Großen Koalition auch eine gute Politik für Deutschland umsetzen kann.