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Vogtland

Mit dem Bus zu den Denkmal-Orten

Interview mit Fördervereins-Chef Ulrich Wolf

Crimmitschau. 

Zum Tag des offenen Denkmals findet am 13. September die offizielle Veranstaltung des Freistaates Sachsen in der Tuchfabrik in Crimmitschau statt. Blick-Reporter Holger Frenzel führte mit Fördervereins-Chef Ulrich Wolf das folgende Gespräch.

Was bedeutet die Austragung der Eröffnungsveranstaltung für den Tuchfabrik-Standort?

Die Entscheidung, die Veranstaltung in Crimmitschau durchzuführen, ist aus Sicht des Fördervereins für die Einrichtung von großer Bedeutung. Wir können die Tuchfabrik einer großen Zahl von Gästen aus ganz Sachsen vorstellen. Deshalb bemühen wir uns - mit Zweckverband und Stadtverwaltung - die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung des Freistaates Sachsen gut zu unterstützen und darüber hinaus mit eigenen Angeboten über den ganzen Tag zu ergänzen. Die Wahl des Veranstaltungsortes unterstreicht die museale Bedeutung der Tuchfabrik.

Das Programm beginnt 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der St. Laurentiuskirche und einer anschließenden geführten Wanderung zur Tuchfabrik. Dabei stellen Schüler den Lehrpfad "Auf den Spuren der Textilindustrie" vor. 10 Uhr gibt es eine Führung durch die Tuchfabrik, 11 Uhr beginnt die Eröffnungsveranstaltung des Freistaates mit der Verleihung des Sächsischen Kinder- und Jugenddenkmalpreises. Ab 14 Uhr gibt es thematische Führungen durch die Fabrik, zum Sahnbad und zur Seidenmanufaktur Eschke. Unser Verein hat das Busunternehmen Hühn beauftragt, interessierte Besucher noch zu weiteren Denkmälern der Region zu fahren. Wir hoffen, dass wir an diesem Tag unsere Dampfmaschine wieder in Betrieb nehmen können.

Wo drückt in der Tuchfabrik momentan der Schuh?

Die Tuchfabrik ist aus Sicht unseres Fördervereins aktuell alles andere als optimal aufgestellt. Die Personalausstattung ist vollkommen unzureichend, insbesondere fehlt ein Leiter der Einrichtung hier vor Ort. Die aktuelle Situation ist im Wesentlichen der Kürzung der finanziellen Mittel durch die Stadt Crimmitschau geschuldet. Wir sind der Ansicht, dass die Einrichtung mit dem Status "Technisches Denkmal" auf Dauer nicht seiner Bedeutung entsprechend zu betreiben ist.



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