Mit Projekt "Stoppt Mobbing" in Bildungsstätten

Aktion Carsten Stahl war in Oberlungwitz zu Gast

Oberlungwitz. 

Oberlungwitz. Mobbing ist auch in den Schulen der Region ein Problem. Die Oberlungwitzer Pestalozzi-Oberschule hat sich dem Thema nun sehr offensiv gestellt und den Berliner Schauspieler, Kampfsportler und Gewalt-Prävationsberater in die Bildungsstätte geholt. Er war mit seinem Projekten im Rahmen der Initiative "Stoppt Mobbing" schon bundesweit in Schulen aktiv und hat nach eigenen Worten schon mit mehr als 42.000 Schülern gearbeitet.

"Die Schüler öffnen sich immer sehr schnell. Man muss die Jugendlichen mit ihrer Sprache ansprechen", betonte Carsten Stahl, dessen Ziel nicht nur die Aufklärung ist. Er zeigt auch Wege auf und macht deutlich, wie der Teufelskreis durchbrochen werden kann, damit Mädchen und Jungen eben nicht zu Mitläufern oder Tätern werden. Dabei sollen sie auch gegenseitig ein Auge auf sich haben. Wie wichtig das ist, zeigen Erhebungen, die davon ausgehen, dass 90 Prozent der Menschen schon einmal in irgendeiner Form Mobbing-Opfer wurden, aber ähnlich viele auch schon Täter waren oder zumindest mitmachten. "Man muss die träge Masse erreichen. Niemand darf wegschauen", sagt der muskelbepackte und auch in der Stimme kräftige Berliner, der als Kind in Berlin-Neukölln selbst Mobbing-Opfer wurde.

Carsten Stahl sieht gerade in Zeiten von Internet und Smartphone, die manche Probleme deutlich verschärfen, da sich Hass- und Gewaltbotschaften viel schneller verbreiten lassen, die Notwendigkeit von intensiveren Bemühungen gegen Mobbing. "Wir brauchen auch eine Meldepflicht für ernste Mobbingfälle", sagt Carsten Stahl, der nach dem Projekt mit den Schülern auch noch mit den Lehrern der Schule arbeitete. Sie sollen seine Arbeit fortsetzen.

Im Internet gibt es unter www.stoppt-mobbing.de weitere Informationen über die Arbeit von Carsten Stahl.