Mit Sorgen ist man nicht allein

Telefonseelsorge In Zwickau werden ehrenamtliche Mitstreiter gesucht

Foto: Djedzura/Getty Images/iStockphoto

Zwickau. Sorgen kann man teilen. Die Telefone sind rund um die Uhr besetzt. 24 Stunden am Tag haben rat- und hilfesuchende Menschen in Problemsituationen die Möglichkeit, bei den Mitarbeitern der Telefonseelsorge anzurufen. Diese ist eine vorwiegend ehrenamtlich betriebene, christliche Hilfseinrichtung zur telefonischen Beratung von Menschen mit Sorgen, Nöten und Krisen.

Sorgentelefon sucht Helfer

Die Anzahl der Hilferufe ist höher als vermutet. Der Leiter der Zwickauer Einrichtung, Horst Kleiszmantatis, ist daher stets auf der Suche nach geeigneten Mitstreitern. Im Bereich der Muldestadt sind derzeit etwa 60 Männer und Frauen aktiv. Das Alter der Helfer liegt bei 25 bis 65 Jahren. Deren Einsatzzeit beträgt zwischen zwei bis drei Stunden. Allerdings kommt es in der Praxis durch unvorhersehbare Ausfälle auch zu Doppel- und Mehrfach-Einsätzen.

Horst Kleiszmantatis erklärte zu den Voraussetzungen: "Geeignet ist jeder, der zuhören kann sowie wertfrei ist und die Fähigkeit besitzt, sich auf andere einstellen zu können." Der nächste Ausbildungkurs beginnt im September. Er dauert etwa 150 Stunden, verteilt über ein Jahr und findet überwiegend in Form von Wochenendblöcken, einmal monatlich von Freitagabend bis Samstagnachmittag, statt.

Wer den Kurs gemacht hat, kann helfen

Im Anschluss daran wird eine etwa dreijährige Mitarbeit erwartet. Jeder Ehrenamtliche leistet im Durchschnitt zwei Dienste im Monat. Diese sind auch an Wochenenden, Feiertagen und nachts notwendig. Ein Dienstplan ermöglicht eine langfristige Planung. Zur Mitarbeit gehört auch der regelmäßige Besuch einer monatlichen Supervisionsgruppe.

Die Verpflichtung zur Verschwiegenheit über das Gehörte, die Anonymität der Mitarbeiter wie auch der Anrufenden gehören zu den Standards. Weitere Infos und den Online-Bewerbungsbogen gibt es unter: www.stadtmission-zwickau.de oder www.telefonseelsorge-sws.de/index.