Mittelstand im IHK-Fokus

Wirtschaft Sachsometer

In Kooperation mit der Staatlichen Studienakademie Glauchau hat die Regionalkammer Zwickau der IHK Chemnitz mit dem "Sachsometer 2015" eine Untersuchung der Unternehmensführung von kleinen und mittelständischen Betrieben im Kreis Zwickau durchgeführt, die nun veröffentlicht wurde. Das Bundesland Sachsen hat mit 24.226 Euro das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf unter den neuen Bundesländern. Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt die Standorttreue der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Da die sächsische Wirtschaft eine ausgeprägt kleinbetriebliche Struktur aufweist, machen die KMU über 90 Prozent der ansässigen Unternehmen aus und generieren über 75 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Sachsen. Trotz der ungeheure volkswirtschaftliche Bedeutung, die den KMU also zukommt, ist ihre wirtschaftliche Lage anhand von amtlichen Statistiken jedoch nur wenig einsehbar. Informationen, wie die KMU in der Wertschöpfungskette handeln oder welche betriebswirtschaftlichen Mittel wie Rechnungswesen und Controlling oder Personal-, Marketing-, Investitions- und Finanzierungsmanagement sie genau und in welcher Form nutzen, war bislang nicht einzusehen. Das "Sachsometer" soll diese Informationslücke schließen und eine Informationsplattform bieten, die als Benchmark-Grundlage für den sächsischen Mittelständler dienen kann. Für die künftig jährlich geplante Studie wurden im Frühjahr 2015 mit Hilfe eines Zufallverfahrens 2.500 klein- und mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern im Landkreis Zwickau ausgewählt und postalisch angeschrieben, von denen sich 225 Unternehmen aus den Branchen Bau/Industrie, Handel, Gastgewerbe, Dienstleistungen und Verkehr am "SachsoMeter 2015" beteiligt haben.