Mobilität für morgen

Automotive Branche mit Visionen zum Erfolg

Bereits zum 19. Mal fand im sächsischen Zwickau der Internationale Jahreskongress der Automobilindustrie statt. Über 200 Vertreter der Automotiven Branche und interessierte Gäste aus Deutschland, Österreich und China sowie anderen Ländern nahmen an der zweitägigen Tagung teil. Aus den verschiedensten Gründen bewegt Deutschland derzeit nichts mehr wie das Automobil. Urbanisierung und Globalisierung erzwingen ergänzende Mobilitätssysteme, welche die Nachfrage, Infrastruktur sowie öffentliche und private Transportlösungen sinnvoll integrieren. Über diese und weitere Herausforderungen, wie das vernetzte und autonome Fahren, fachsimpelten am Donnerstag die Experten im Bürgersaal des Zwickauer Rathauses. Mehr oder weniger war unterschwellig das Thema des Abgas-Skandals bei VW nicht zu überhören.

Franz Voigt, Präsident der IHK Chemnitz, unterstrich die Bedeutung des Volkswagenkonzerns für den wirtschaftlichen Aufschwung in der Bundesrepublik, und insbesondere in den neuen Bundesländern: "Ich denke, dass ein Verstoß gegen EU-Regeln von Volkswagen und/ oder der Automobilindustrie nicht akzeptiert werden kann. In der Diskussion innerhalb der Branche herrsche aber Einigkeit darüber, dass ein besonnenes und abgewogenes Vorgehen angeraten sei. Vor diesem Hintergrund halte ich es für selbstverständlich, in der gegenwärtigen schwierigen Situation den Konzern bei dessen Bemühungen um Aufklärung und Schadensbegrenzung entsprechend zu unterstützen." Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) geht hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Absatzes von Diesel-Fahrzeugen davon aus, "dass die Produktion im Inland noch einmal steigen wird, von zirka 2,6 Millionen Pkw im Vorjahr auf rund 2,7 Millionen Pkw für 2015. Der Dieselanteil beträgt damit 48,3 Prozent." Der Slogan "Erfolg durch Visionen" dominierte den weiteren Verlauf der Tagung. msz/kab