Modernes Wohnen im Kulturdenkmal

Sanierung Mit Reduzierung des Leerstandes wird Zwickauer Innenstadt aufgewertet

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In guter Tradition schlagen Oberbürgermeisterin Pia Findeiß, GGZ-Chef Thomas Frohne und Zmmermann Lukas Buchmann die letzten Nägel in den Balken. Foto: msz / Alfredo Randazzo

Zwickau. Auch 900 Jahre nach ihrer Gründung wird an der Attraktivität und Bewohnbarkeit der Schumannstadt ständig weiter gearbeitet. In der vergangenen Woche dankte die Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ) mit einem traditionellen Richtfest für die Häuser 66 und 68 in der Hauptstraße den beteiligten Handwerkern für ihre geleistete Arbeit.

Thomas Frohne, Geschäftsführer des Unternehmens, erklärte: "Mit dem Wohnquartier entsteht etwas Besonderes. Das Alte hat weiter Bestand, erneuert sich und verbindet sich mit etwas Neuem." Max Leistner (42) aus Zwickau-Eckersbach schaute zufällig vorbei und meinte: "Interessante Lösungen. Meine Familie plant schon länger einen Umzug in die Innenstadt. Warum nicht hierher."

Kosten liegen bei rund 3,6 Millionen Euro

In den Jahren 1881 und 1889 erbaut, gehören die Häuser 66 und 68 in der Zwickauer Hauptstraße zur Kulturdenkmalliste des Freistaates Sachsen. Durch aufwendige Sanierungsmaßnahmen wurde die denkmalgeschützte Bausubstanz erhalten, umfassend modernisiert und dem heutigen Wohnstandard angepasst. Dazu gehören unter anderen neue Grundrisse, bodengleiche Duschen und die Ausstattung der Wohnungen mit Balkon oder Dachterrasse.

Durch ein zentrales Treppenhaus mit Aufzug werden die bisher eigenständigen Wohngebäude künftig gemeinsam und barrierefrei erreichbar sein. Insgesamt entstehen neun großzügige Wohnflächen von etwa 100 bis 120 Quadratmetern sowie zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss.

Die Kosten der Baumaßnahme liegen bei rund 3,6 Millionen Euro. Maximal 1,62 Millionen Euro werden dabei im Rahmen der Städtebauförderung des Bund-Länder-Programms "Städtebaulicher Denkmalschutz" als Fördermittel bereitgestellt. Die Zuweisung der Fördermittel erfolgte vor dem Hintergrund der Aufwertung der Hauptstraße durch Reduzierung des Leerstandes.