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Mosel: "Für Fußgänger fast wie russisches Roulette"

Abgeschaltet Ampel wurde nach einer Testphase außer Betrieb genommen - Signalanlage sorgt für Frust

Mosel. 

Mosel. Veränderte Verkehrsflüsse haben dazu geführt, dass nach Einschätzung der städtischen Arbeitsgruppe "Verkehrsorganisation" die Ampelanlage an der Kreuzung Glauchauer und Altenburger Straße in Mosel nicht mehr benötigt wird. Nach einer entsprechenden Testphase wurde die Signalanlage abgeschaltet. Jetzt klären die vorhandenen Verkehrszeichen, wer wann fahren darf. Insbesondere bei Fußgängern und Radfahrern, die bislang Dank Ampelregelung problemlos den Kreuzungsbereich überqueren konnten, kommt diese Entscheidung nicht gut an. Eine ältere Frau, die namentlich nicht genannt werden möchte, beklagte, dass es gefährlich geworden sei, an dieser Stelle über die Straße zu gehen. "Eine ganze Reihe von Autofahrern denkt überhaupt nicht daran, den Blinker zu betätigen. Wie soll ich da wissen, wohin der Fahrer eigentlich will. Das ist für Fußgänger fast wie russisches Roulette", schimpfte sie. Besonders schlimm sei es, wenn im nahen VW-Werk der Schichtwechsel anstehe. Hinzu komme noch, dass der am Straßenrand vorhandene Bewuchs mit Büschen die Sicht für Fußgänger an einigen Stellen stark einschränke. In einem Gespräch mit dem "Zwickauer Blick" unterbreitete die Moselerin den Vorschlag, für Fußgänger eine Bedarfsampel einzurichten. "Die Ampeln stehen doch ohnehin schon da, warum sie nicht sinnvoll nutzen? Wenn sie Fußgänger nur bei Bedarf über die Straße lassen, könnte der Verkehr dort trotzdem flüssig rollen", argumentierte sie.

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