MotoGP: Jonas Folger kann nicht dabei sein

Sachsenring Vorjahreszweiter fällt krankheitsbedingt aus

Jonas Folger hatte am Sachsenring noch gut lachen. Foto: Thomas Fritzsch

Schwindegg/Hohenstein-Ernstthal. Es war eine schlechte Nachricht für alle deutschen Motorradsportfans, die sich am Mittwochabend in Windeseile verbreitete: Wenn am 18. März in Katar der Motorrad-WM-Auftakt vollzogen wird, ist einer nicht mit dabei. Jonas Folger vom Team Monster Yamaha Tech3, der im Vorjahr seine Fans mit dem 2. Platz beim Heimspiel am Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal zu Jubelstürmen hinriss, muss mindestens noch ein Jahr pausieren, um sich nach seiner Erkrankung vollkommen zu erholen.

Sein letztes MotoGP-Rennen bestritt Jonas Folger am 24. September im spanischen Aragon. Ohne Frage werden seine Fans den einzigen deutschen MotoGP-Fahrer in der Königsklasse auch am 15. Juli auf dem Sachsenring vermissen. Denn der Vorjahres-WM-Zehnte war auf dem Weg nach ganz oben auch in der Klasse MotoGP.

"Die Entscheidung fiel mir nicht leicht."

Der Schwindegger stieg in den Grand Prix 2008 im tschechischen Brünn als 125ccm-Fahrer ein. Seinen ersten Grand-Prix-Sieg feierte Folger 2011 in England. Seinen letzten Grand-Prix-Sieg von insgesamt fünf holte er 2016 in Brünn in der Moto2-Klasse. Anschließend steigt Jonas Folger in die MotoGP-Klasse auf, wo er sich auf Anhieb mit Top-Resultaten etabliert.

"Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, doch ich werde in diesem Jahr keine MotoGP-Rennen fahren. Ich bin unglaublich traurig, weil ich nicht in der Lage war, die gesundheitlichen Fortschritte zu machen, die ich mir erhofft hatte. Ich fühle mich einfach noch nicht bereit, ein MotoGP-Bike am Limit zu bewegen. Ich möchte daher allen Beteiligten für ihren Glauben an mich und ihr Vertrauen in meine Fähigkeiten danken. Ich hoffe, eines Tages zurück zu sein, in diesem Sport, den ich über alles liebe, und möchte nochmals allen meinen Dank für ihre anhaltende Unterstützung zum Ausdruck bringen", schrieb der 24-jährige auf seiner Homepage.