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Motorsport-Fans trotzten dem Regen

MOTORSPORT ADAC Sachsenring Classic war wieder ein voller Erfolg

Hohenstein-Ernstthal. Trotz launischen Wetters pilgerten in diesem Jahr wieder tausende Fans an den Sachsenring, um bei der nun schon fünften Ausgabe der ADAC Sachsenring Classic beizuwohnen. Wer glaubte, dass vor allem am Freitag und am Samstag der eine oder andere, mehr oder weniger lang anhaltende Regenschauer auf die Stimmung drücken würde, sah sich einigermaßen getäuscht, denn mit 39.000 bezifferte der gastgebende ADAC Sachsen die Zuschauerzahl bei der eigentlichen Klassik-Veranstaltung, zu denen sich mehrere Tausend beim integrierten "Side-Event" GRIP CARS & COFFEE gesellten. Über 5.000 Tickets hatte das vom Fernsehsender RTL 2 gepushte PS-Spektakel für positiv Autoverrückte und Tuning-Freaks bereits im Vorfeld an den Mann bzw. die Frau gebracht.

Treffen der GP-Stars

Am höchsten im Kurs standen bei den an der Motorsport-Historie interessierten Fans natürlich die Stars vergangener Tage, die im Rahmen von Sonderläufen ,der sogenannten CLASSIC KINGS, mehrmals auf die Strecke gingen. Dieses Feld wurde vom vierfachen Weltmeister Kork Ballington, dem dreifachen Champion Freddie Spencer und dem Doppel-Weltmeister Pier Paolo Bianchi angeführt und mit den Rennfahrergrößen Paul Smart, Helmut Dähne, Bruno Kneubühler, Steve Parrish, Bo Granath, Carlos Cardus, Manfred Fischer, Michael Galinski, Jochen Schmid, Lothar Neukirchner und Jeremy McWilliams ergänzt. Dabei waren die Fahrten auf der Strecke nur der eine Teil der Übung, denn der Versuch, den unzähligen Autogrammjägern halbwegs gerecht zu werden, artete fast schon in harte Arbeit aus. Dazu sagte zum Beispiel der in Australien lebende Südafrikaner Kork Ballington: "Natürlich verfolge ich die Rennen der MotoGP und habe auch schon viel über den Sachsenring und seine Fans gehört. Dass ich aber um so viele Autogramme gebeten wurde, hatte ich nicht erwartet. Die gut organisierten Autogrammstunden liefen ja noch sehr geordnet und ziemlich entspannt ab, aber außerhalb dieser Zeiten konnte ich kaum zehn Meter am Stück durchs Fahrerlager oder zur Toilette gehen, ohne dass mir schon wieder jemand was zum unterschreiben vor die Nase gehalten hat. Aber ich habe das gern gemacht. Es kommt nicht mehr allzu oft vor, dass man so im Mittelpunkt steht. Das macht einen ja auch ein bisschen stolz."

Drei Tage volles Programm

Über 700 Teilnehmer gingen in 13 Motorrad- und vier Autoklassen in minimalen Zeitabständen nacheinander immer wieder die Strecke, was eine logistische Meisterleistung und ein hervorragend zusammen arbeitendes Team mit hunderten Helfern voraussetzte. Diese Mammutaufgabe hatte der ADAC Sachsen mit all seinen Partnern erneut erstklassig gemeistert. Dabei bestand eine der großen Herausforderungen wieder darin, die Demoläufe unterschiedlichster Fahrzeugkategorien mit den Rennen anderer Klassen zu kombinieren. Das Highlight aus sportlicher Sicht waren dabei die Weltmeisterschaftsläufe der Seitenwagen, die im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic 2018 nach vierjähriger Pause ihr Comeback auf der sächsischen Grand-Prix-Rennstrecke feierten. Das Sprintrennen am Samstag gewannen auf mal wieder patschnasser Strecke die Briten Tim Reeves/Mark Wilkes vor den Finnen Pekka Päivärinta/Jussi Veräväinen sowie Ben und Tom Birchall, ebenfalls aus Großbritannien. Am Sonntag, bei nun trockenem Asphalt, drehte das Bruderpaar den Spies um und gewann das Hauptrennen vor Reeves/Wilkes und Päivärinta/Veräväinen.



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