Mozart war nie schlauer

Matinee Experten geben Einblicke in Mozarts Oper "Cosi fan tutte"

So machen es alle Frauen - heißt, übersetzt aus dem Italienischen, die komische Oper "Cosi fan tutte" von Wolfgang Amadeus Mozart, die am Freitag in Zwickau Premiere feiert. Gespielt und gesungen wird auf Deutsch, erklärte zur Matinee Operndirektor Stefan Bausch. Musikalische Kostproben gaben Juliane Schenk und Nathalie Senf, die zwei junge Schwestern darstellen, die mit zwei jungen Männern liiert sind. Von einem alten Freund angestiftet, versuchen die beiden Herren verkleidet jeweils die Geliebte des Anderen in sich verliebt zu machen. Nach und nach erliegen die Schwestern dem Charme ihrer Verehrer. "Der ganze Katzenjammer findet ein glückliches Ende", verspricht der Dramaturg Bausch. "Das Spezielle an dieser Oper ist, dass das Libretto durch die hohe Kunst der Mozart'schen Instrumentalisierung geadelt wird", sagt der Generalmusikdirektor Lutz de Veer.

Der Regisseur Søren Schuhmacher sagt: "Mozart ist immer viel schlauer als die dramaturgische Vorlage, aber noch nie war er so viel schlauer als in Cosi, in der die Liebe der zentrale Kosmos ist, der sehr jungen Leute, die die Pubertät noch nicht sehr lange hinter sich gelassen haben, die irren und wirren auf der Suche nach Liebe". Gretl Kautzsch, die die Bühne und Kostüme entworfen hat, schneiderte den Protagonistinnen solche Kleider auf den Leib zu, die es ihnen ermöglichen aus dem steifen Gefühlskorsett auszubrechen und sich im Petticoat in den Richtigen zu verlieben. lut