Mundschutzmasken statt Fenstergardinen

PRODUKTWECHSEL Steinpleiser Raumausstatter stellt sein normales Angebotsprogramm hinten an

Steinpleis. 

Steinpleis. Derzeit sind Mundschutzmasken nicht nur im medizinischen Bereich gefragt. Immer öfters begegnet man auf der Straße Menschen, die sich mit einem derartigen Teil gegen eine Infektion mit dem Corona-Virus schützen wollen.

Technische Voraussetzungen sind gegeben

"Für diesen Zweck reicht ein Mundschutz ohne die hohen Anforderungen einer OP-Maske", meint Astrid Hölzel. Die Geschäftsführerin eines Raumausstatterunternehmens in Steinpleis hat gemeinsam mit ihren Näherinnen auf die derzeitige Situation reagiert, so dass es jetzt auf der Internetseite von "Farben-Hölzel" neben Gardinen und anderen schmückenden Stoffen auch Mundschutzmasken zu kaufen gibt. "Eigentlich wollten wir einen medizinischen Mundschutz herstellen, was allerdings aufgrund der hohen Anforderungen bei uns im Nähstudio nicht möglich ist", sagt Astrid Hölzel, die dann mit ihrer Näherin Beate Werth über Alternativen nachgedacht hat. "Inzwischen gibt es ja verschiedene Anleitungen, wie sich die Leute selbst einen Mundschutz herstellen können. Wir haben bei uns in der Firma die technischen Voraussetzungen dafür", betont die Geschäftsfrau.

"Serienproduktion" hat begonnen

Am Anfang der Herstellung einer waschbaren sowie wiederverwendbaren Mundschutzmaske aus 100 Prozent Baumwolle stand ein Muster. "Von dem habe ich am ersten Tag so um die 40 Stück genäht, bevor wir das Ganze am zweiten Tag optimiert haben", sagt Beate Werth, die auf ihrer Nähmaschine inzwischen die "Serienproduktion" begonnen hat. "Das läuft mittlerweile beinahe optimal", lacht die gelernte Maßschneiderin.

Herstellung abhängig von der Lieferung

Die Mundschutzmasken gibt es übrigens in den Farben weiß und rosa, sind in der Regel 17 mal 10 Zentimeter groß und haben so genannte Bindebänder. "Auf Anfrage können wir natürlich auch andere Größen anbieten", sagt Astrid Hölzel, die bei einer größeren Nachfrage nach den Masken noch mindestens zwei weitere Näherinnen zur Verfügung hätte. Allerdings ist die Herstellung der Mundschutzmasken in Steinpleis auch vom Vorhandensein des entsprechenden Materials abhängig. "Solange wir die nötige Baumwolle für die Masken auf Lager haben beziehungsweise geliefert bekommen, können wir die Herstellung gewährleisten", betont Astrid Hölzel.