Musikalisch von Prag nach Konstanz

Reformation Chöre bereiten Aufführungen eines Oratoriums vor

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Vertreter der Chöre bei der Begrüßung in der Stadt vor dem Robert-Schumann-Denkmal.Foto: Alfredo Randazzo

Zwickau. In diesen Tagen findet in Zwickau ein Treffen von Vertretern der Chorvereinigung Sachsenring und des Chores aus Jablonec nad Nisou statt.

Eine musikalische Kooperation

Beide Chöre bereiten gemeinsam zwei Aufführungen des Oratoriums "Jan Hus" von Carl Loewe vor. Diese finden aus Anlass des Stadtjubiläums sowohl in Zwickau als auch in der tschechischen Partnerstadt statt.

Begrüßt wurden die Verantwortlichen am Montag von Oberbürgermeisterin Pia Findeiß und Bürgermeister Lukas Pleticha, der eigens wegen des Treffens in die Automobil- und Robert-Schumann-Stadt gereist war.

Anlässlich der Lutherdekade und der 600-jährigen Wiederkehr des Konzils von Konstanz wurde mit dem Oratorium "Jan Hus" (1842) von Carl Loewe ein lange Zeit nahezu vergessenes oratorisches Werk wiederentdeckt. Es schildert die Reise des böhmischen Reformators von Prag zum Konzil nach Konstanz, das ihn 1415 als Ketzer zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilte, obwohl ihm freies Geleit zugesichert worden war.

Premiere im Mai 2018

Die Bedeutung der Reformation für die Stadt Zwickau und für Böhmen sowie die Beziehungen der Partnerstädte führten zu der Idee eines gemeinsamen Projektes der beiden befreundeten Chöre aus Anlass der 900-Jahrfeier Zwickaus. Die erste Aufführung findet am 26. Mai 2018 im Zwickauer Konzert- und Ballhaus "Neue Welt" statt.