Muttersprachler bringen den Aha-Effekt

Bildung Internationale Lehrerinnen an der Oberschule

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Schulleiter Uwe Dittberner freut sich über die Unterstützung von Nuria Flaquer de Geppert (Mitte) und Lynn Müller. Foto: Holger Frenzel

Neukirchen. Die 208 Mädchen und Jungen, die an der Internationalen Oberschule in Neukirchen lernen, profitieren vom Einsatz von Muttersprachlern. Die Lehrer bereichern den Englisch- und den Spanischunterricht. "Die Schüler spüren einen gewissen Aha-Effekt und merken, dass sie von Muttersprachlern verstanden werden. Dazu gibt es Tipps zum Klangbild und zur Phonetik", sagt Schulleiter Uwe Dittberner.

Lehrerinnen aus New York und Mexiko

An der Bildungseinrichtung, die sich in Trägerschaft der Saxony International School (kurz: SIS) befindet, kommen mit Lynn Müller und Nuria Flaquer de Geppert momentan zwei Lehrer aus dem Ausland zum Einsatz. Lynn Müller ist in New York geboren. Sie arbeitet mittlerweile seit zehn Jahren in der Oberschule. Dadurch kann auch ein Teil des Mathematik- oder Biologieunterrichts in Englisch stattfinden.

"Es gibt aber auch zwischen dem Unterricht immer wieder lockere Gespräche mit den Schülern in Englisch", sagt Lynn Müller. Sie weiß ganz genau: "Das Sprechen ist oftmals schwieriger als das Schreiben." Lynn Müller, die in Zwickau zuhause ist, schätzt dabei auch das familiäre Umfeld an der Oberschule in Neukirchen: "Die Atmosphäre ist angenehm, weil man die Schüler und zum Teil auch die Eltern kennt." Momentan verteilen sich die Mädchen und Jungen auf elf Klassen.

Nicht nur Vokabeln und Grammtik - auch Länderkunde ist ganz großes Thema

Seit rund anderthalb Jahren bereichert Nuria Flaquer de Geppert das Team der Oberschule. Sie ist in Mexiko geboren und in Spanien aufgewachsen. Die Lehrerin beantwortet im Unterricht nicht nur die Fragen zu Vokabeln und Grammatik. "Die Kinder und Jugendlichen wollen auch eine ganze Menge zu den Ländern, aus denen ich komme, wissen", sagt Nuria Flaquer de Geppert. Die Fragen drehen sich unter anderem rund um die kulturellen Besonderheiten und die Bildungssysteme. Nuria Flaquer de Geppert stellt fest: "Bei manchen Themen haben die jungen Leute auch falsche Vorstellungen zum Alltag in Mexiko und in Spanien." hof