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Nördliche Jakobswege jetzt Unesco-Weltkulturerbe

Spanien Wege für die Verbreitung von Anschauungen, Kultur und Wissen

Der Jakobsweg ist seit 1.200 Jahren eine der Hauptpilgerrouten des Christentums und verbindet verschiedene Punkte des europäischen Kontinents mit der Stadt Santiago de Compostela, in deren Kathedrale der Überlieferung zufolge die Reste des Apostels Jakobus ruhen. Im Lauf der Jahrhunderte hat sich der Jakobsweg als eine Achse herausgebildet, auf der, insbesondere im Mittelalter, vielfältige Beziehungen und ein intensiver Austausch zwischen den Völkern Westeuropas, sowohl in kulturellen und künstlerischen als auch gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen, stattgefunden haben.

Nun hat das Welterbekomitee der Unesco die Aufnahme der nördlichen Pilgerwege nach Santiago de Compostela in die Welterbeliste beschlossen. Die verschiedenen, heute zum Welterbe zählenden Routen des Jakobswegs erstrecken sich über eine Gesamtlänge von 1.498,91 Kilometern.

Die nördlichen Jakobswege waren als Nachfolger der Verkehrswege zwischen Frankreich und dem nördlichen Teil der Iberischen Halbinsel im Altertum die Hauptwege für die Verbreitung von Anschauungen, Kultureinflüssen sowie den diplomatischen und menschlichen Austausch zwischen den beiden Ländern. Sie stellen auch ein außergewöhnliches Zeugnis der christlichen Zivilisation im Lauf ihrer Geschichte dar. So spiegeln sie die verschiedenen Veränderungen wider, die diese Religion durchlaufen hat. Sie bilden eine Verbindung von Anschauungen und künstlerischem Schaffen durch die Jahrhunderte, die umso bemerkenswerter ist, als sich entlang ihrer Routen die bedeutendsten Bauwerke aus der Vorromanik aus dem 8. - 10. Jahrhundert. erhalten haben.



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