Nach 20 Jahren: Beliebte Sängerin verlässt Theater

Theater Schubert beendet Karriere im Theater Plauen-Zwickau

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Generalintendant Roland May verabschiedet Judith Schubert. Foto: Theater Plauen-Zwickau / Peter Awtukowitsch

Zwickau/Plauen. Im Anschluss an die Open-Air-Gala "Spanische Nächte" wurde die langjährige und beliebte Sängerin Judith Schubert im Plauener Parktheater offiziell von Generalintendant Roland May verabschiedet. Judith Schubert verlässt das Theater Plauen-Zwickau am Ende der Spielzeit als festes Ensemblemitglied und geht in den Vorruhestand. Sie bleibt dem Publikum und dem Theater jedoch in Gastrollen weiterhin erhalten.

Eine Amerikanerin zieht nach Sachsen

Judith Schubert stammt aus Minnesota/USA und lebt seit 1993 im Vogtland. Sie absolvierte ihre Gesangsausbildung in New York bei Marlena Marlas, die sie mit dem Master abschloss. In Deutschland setzte sie ihre Ausbildung bei der Altistin Anna Reynolds und Jean Cox in Bayreuth fort. Vor 20 Jahren debütierte sie am Theater Plauen als Sylva Varescu in "Die Csárdásfürstin".

Beeindruckender Werdegang

Die Sopranistin ist seitdem festes Mitglied am Theater und sang sich in die Herzen der Zuschauer. Sie war unter anderem als Elsa (Lohengrin), Venus (Tannhäuser), Desdemona (Verdi: Othello), Aida (Verdi: Aida), Abigail (Verdi: Nabucco), Senta (Wagner: Fliegender Holländer), Tosca (Pucchini: Tosca) und in zahlreichen Konzerten, wie Verdis Requiem sowie in einem Sinfoniekonzert mit dem Schlussgesang aus "Die Götterdämmerung" von Richard Wagner zu erleben.

Sie brillierte als Frau in Poulencs Einpersonenstück "Die menschliche Stimme". Sie wirkt außerdem als Gesangspädagogin für die Singakademie Plauen. In dem autobiografischen Eine-Frau-Stück "Eine Amerikanerin in Sachsen" erzählte sie musikalisch von ihrer Übersiedlung nach Sachsen und ihrem Werdegang als Sängerin. Neben ihrer Theaterarbeit engagiert sich Judith Schubert für Flüchtlinge.